Die Nordiren bringen demnächst ihr unglaublich energetisches Set auf deutsche Bühnen und motor.de ist stolz, mittendrin statt nur dabei zu sein!

“Hey, wir gründen eine Band. – Okay, cool. Wer singt? – Also ich nicht, du? – Nö, ich auch nicht. – Ach, lass uns einfach ordentlich Radau machen, dann merkt’s schon keiner.” — Das mag etwas plump dahergesagt sein, doch so oder so ähnlich könnte eine Diskussion am Beginn der Karriere von And So I Watch You From Afar ausgesehen haben.

Es war anno 2005 in Belfast, als sich vier junge Sympathisanten der schweißtreibenden Instrumental-Musik zusammenfanden und die Band And So I Watch You From Afar gründeten. Schnell wurde klar: im überfüllten Becken des verwässerten Genres Post-Rock stellen die Nordiren eine Ausnahmeerscheinung dar. Wo andere Gruppen sich auf instrumentale Atmosphären-Erzeugung spezialisieren, wollen ASIWYFA nur eines: anständig Druck entwickeln. Weit weniger subtil, dafür umso mitreißender und energetischer gestalten sich seither ihre Songs und rund um die Veröffentlichung ihres Debüts im Jahr 2009 erspielten sie sich zusätzlich einen hervorragenden Ruf als Live-Band. Auftritte im Vorprogramm von 65daysofstatic oder Them Crooked Vultures untermauerten diesen nur umso mehr.

And So I Watch You From Afar – “Set Guitars To Kill”

Im Juli diesen Jahres erschien nun der Zweitling “Gangs“, mit dem die Band ein etwas ausgefeilteres Songwriting präsentiert; das jedoch, ohne an Energie einzubüßen — im Gegenteil. Instrumenteller Wahnsinn regiert noch immer und der Genuss dieser Musik zerrt wohlig an den Nerven, ohne sie zu zerreißen. Was auf Platte bereits vor Spielwitz und Spaß an der Musik sprüht, wächst sich live zu einer wahren Orgie aus. Mit schier unbändiger Energie fegt das Quartett durch sein Set, spielt mit Dynamiken und Breaks, als wären Rugby und Federball auf einem Spielfeld vereint.

And So I Watch You From Afar – “Gangs”

Da die Jungs auf dem Album bereits derart mit ihrer frischen Brise Math-Madness im sonst so selbstgefälligen Genre des Post-Rock überzeugten, wäre es uns allein deshalb wert die Konzerte dieser Truppe zu empfehlen. Mit ihrem beinahe legendären Ruf als Bühnen-Tiere obendrauf bleibt uns aber nur noch festzustellen: motor.de präsentiert And So I Watch You From Afar live — wer nicht dabei ist, hat’s verpasst! Wir legen jedem Fan des gepflegten Bretts die anstehenden Konzerte wärmstens ans Herz und halten es mit einem Titel der Band: “Clench Fists, Grit Teeth..Go!”

motor.de präsentiert And So I Watch You From Afar – Live 2011:

26.10. Köln – Underground
10.11. Karlsruhe – Jubez
11.11. Osnabrück – Kleine Freiheit
12.11. Dortmund – FZW Club
13.11. Hamburg – Headcrash
14.11. Berlin – Festsaal Kreuzberg