„Schwarze Kinder“, das schreit ja fast nach beklemmenden Gefühlsregungen und genau das hat sich die Band um Sänger Reggie Youngblood zu Nutzen gemacht. Schließlich schien die Namensfrage sich schwierig zu gestalten, spuckte doch Google jedes Mal wenn ein Name gefiel, eine Band aus, die bereits so hieß. „Black Kids“ sollte sich dahingehend als unvergeben erweisen.
Getroffen haben die Geschwister Ali und Reggie Youngblood, Owen und Kevin übrigens auf der Sonntagsschule in Jacksonville, Florida. Dass es sich bei jener allerdings eher um einen Jugendtreff, als wirklich religiösen Unterricht handelte, kann man nur erahnen. Dawn stieß als gute Freundin Alis schließlich noch hinzu und die Black Kids Geschichte kann im März 2006 beginnen.

Was die Jungs der Band bis dahin aber veranstalten, kann man durchaus als „Band-Hopping“ bezeichnen. Von der achtköpfigen Ska-Band Honey Locust, über Cubby – schwermütige Angelegenheit, die Sänger Reggie heute als „Morrissey without the humour“ bezeichnet, bis hin zu Mata Hari, haben die drei vor den Black Kids auf so einigen musikalischen Hochzeiten getanzt.

Der Auftritt beim Athens Popfest in Georgia am 8. August 2007 sollte schließlich für die Black Kids ein Folgenschwerer werden. Vor allem die Blogger-Szene konnte danach einfach nicht aufhören über den Auftritt zu berichten, den die Band im Nachhinein als „actually pretty shit“ bezeichnet.
Kurze Zeit später bieten die Fünf aus Florida auf ihrer MySpace-Seite ihre „Wizzard of Ahhhs“-EP zum kostenlosen Download an und bald schon wird der Rolling Stone sie als „the most hyped indie band from Jacksonville ever“ bezeichnen. Die EP wird überall mit großer Begeisterung aufgenommen und so fangen die Kids im September 2007 an mit Quest Management zusammen zu arbeiten. Es geht, wenn auch noch ohne Plattenvertrag, hoch her für die Black Kids. Sie zu dieser Zeit noch als „Geheimtipp“ zu bezeichnen wäre gnadenlose Untertreibung.

Anfang 2008 geht es auf Tour ins UK. Wochenlang ist man täglich an einem anderen Ort und unterstützt unter anderem Kate Nash, die Friendly Fires und Sons and Daughters.

Melodiöser Indie-Pop, intelligente Herzschmerz-Lyrics, wie z.B. bei ihrer ersten Single „I’m Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You“, zu polternden Rhythmen, mit ab und an einer Prise The Cure machen die Black Kids aus, die auch schon mal kurzzeitig nur den Bass die musikalische Linie vorgeben lassen.

Im Juli 2008 erscheint ihr Debüt „Partie Traumatic“ in England via Almost Gold Recordings und in den USA auf Columbia Records.

Die Black Kids sind:
Owen Holmes
Kevin Snow
Dawn Watley
Ali Youngblood
Reggie Youngblood

Vivien Mierzkalla