Wie bei vielen Rap-Biographien beginnt auch bei Common alles Dank der Hilfe eines Freundes. Dieser schickte ein Tape von ihm ein und das Magazin „The Source“ wird auf ihn aufmerksam. Zu dieser Zeit entscheidet sich Common, damals noch „Common Sense“, mit Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Also schmeißt er sein BWL-Studium und veröffentlicht 1992 sein erstes Album „Can I Borrow a Dollar“.

Zwei Jahre später verankert er sich mit „Resurrection“ gänzlich in der Undergroundszene.
Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen setzt Common von Anfang an auf „Consciousness“ statt Gangsta-Image. Nachdenkliche, sozialkritische Texte und zahlreiche Anleihen aus der afroamerikanischen Musikgeschichte zeichnen seinen Stil aus und machen ihn für viele sogar zum König dieses Genres. Als besonderer Meilenstein gilt sein Titel „I Used To Love H.E.R“ der eben diese Bestandteile vereint, teilweise sogar als bester Hip-Hop-Song aller Zeiten beschrieben wird.

Kurz darauf schrumpft auch das Pseydonym des bürgerlichen Lonnie Rashid Lynn auf „Common“ um Verwechslung mit der gleichnamigen Ska-Band vorzubeugen. 1997 erscheint sein drittes Album „One Day It´ll All Make Sense“. Die bis dahin stetig gewachsene Anerkennung in der Szene spiegelt sich vor allem an den Reatures des Albums wider: Von De La Soul über Lauryn Hill und Erykah Badu bis zu The Roots sind alle Größen des „Conscious Raps“ vertreten.

Wirklicher kommerzieller Erfolg hält jedoch erst seit dem Jahr 2000 mit seinem vierten Werk „Like Water For Chocolate“ Einzug. Hier erweitert Common auch erstmals sein musikalisches Spektrum von Jazz hin zum Neo Soul. Seine Experimentierfreude zeichnet seither seinen Weg. Beispielsweise das experimentelle 2002er Album „Electric Circus“ scheidet erstmals die Gemüter von Fans und Kritikern gleichermaßen. Erst 2005 findet er wieder Anschluss an die Charts. Sein Freund Kanye West produziert das Album „Be“, das eine Rückkehr zu seinen souligen Wurzeln darstellt. Die Entscheidung wird mit Platz 2 der US-Charts belohnt und bringt vier Grammys-Nominierungen ein.

Im selben Jahr debütiert Common auch als Schriftsteller. Sein erstes Kinderbuch „The Mirror and Me“ (2005) erscheint. 2006 legt er ein zweites namens „I Like You but I Love Me“ nach. Nebenbei macht Common mit diversen Gastauftritten auf fremden Alben und Singles auf sich aufmerksam bis er sich mit Album Nummer sieben zurückmeldet. „Finding Forever“ wird am 31. Juli 2007 veröffentlicht und basiert abermals maßgeblich auf Kanye West-Produktionen. Die Folge: Platz 1 der Billboard Charts in der ersten Woche.

Zeit für Common sich weiteren Projekten zu widmen. Noch 2007 gründet er die Organisation „Common Ground Foundation“, die sich unter anderem mit der Bildung Unterprivilegierter und HIV/AIDS-Prävention befasst. Zudem sieht man ihn seit dieser Zeit auch regelmäßig auf der Leinwand. Angefangen bei kleineren Auftritten in Smokin’ Aces, American Gangster und Street Kings schafft er es 2008 eine Rolle im Film Wanted mit Angelina Jolie und Morgan Freeman zu ergattern.

Durch die vielen Projekte, zu denen auch die Unterstützung des Wahlkampfes seines Freundes Obama zählt, verschiebt sich die Veröffentlichung seines Album namens „Universal Mind Control“ mehrmals. Das achte Soloalbum erscheint Ende 2008 und wird von Pharell Williams (The Neptunes) und Mr. DJ produziert. Musikalisch zeigt er sich abermals experimentierfreudig durch Electro- und sogar technoide Einflüsse.