Ende der 80er-Jahre im angolanischen Luanda: Drumcomputer leuchten, Köpfe wippen, Lautsprechermembrane werden vor die Zerreißprobe gestellt. Der Sound, den sie in die Luft pusten, kombiniert afrikanische Tanzrhythmen mit westlicher Elektromusik. Irgendein Verrückter kommt auf die Idee, das Ganze auch noch durch Sprechgesang zu ergänzen. Ein neuer Musikstil ist entstanden – Kuduro.

Zeitsprung. 2018 in Berlin-Kreuzberg: Eine Raumkapsel landet auf einem Hinterhof. Direkt vor dem Fenster des BESTE®-Studios. Aus ihr heraus klettert ein menschenähnliches Wesen. Es trägt den Namen Dazzle. Und spricht außergewöhnlich schnell. Mit einer Zunge wie ein Kolibrifügel und dem Lungenvolumen eines Blauwals. Aus den Boxen des Raumschiffs ertönen Kuduro-Rhythmen.

Davon könnt ihr euch im neuen Video von Dazzle mehr als überzeugen lassen. Lehnt euch zurück und genießt das drei Minuten uns 22 Sekunden lange Vocalfeuer.

Dazzles Musik stammt aus einer anderen Welt. Genau das vermitteln auch die Videos, die allesamt vom deutsch-kasachischen Regisseur Filatow in Kasachstan gedreht wurden. Durch die ungewöhnlichen Bilder kombiniert mit der Klangchimäre aus Stakkato-Rhythmen in Kuduromanier und feinstem Doubletime-Rap wurde ein künstlerisches Paralleluniversum geschaffen. Ein Sound, der modern klingt ohne sich dem Zeitgeist anzubiedern. Die Single „Kuduro Actions“ zeigt direkt, worauf sich die HörerInnen einlassen: ein in atemberaubender Schnelligkeit rappender Dazzle auf Kuduro-Beats vom Produzenten BENDMA (u.a. Marsimoto, Chefket), kombiniert mit einem Video, dass die Reise in neue Welt vervollständigt. Live konnte man Dazzle bisher unter anderem als Supportact von Alligatoah und BRKN auf den Bühnen dieses Landes erleben.

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