Wenn es nach dem Bandnamen geht, sind sie das, was nach dem Geräusch kommt. Genau genommen sind Efterklang neben dem Danach auch das Davor und das Dazwischen. Sie sind das Geräusch. Was die dänische Post-Pop-Band seit 2001 fabriziert geht sogar noch darüber hinaus. Es ist eine Geräuschkulisse, der Soundtrack, der jedem Disneyfilm stehen würde, vom elefantenhaften Bigband-Geschepper bis zum spatzengleichen Flötentrillern. Efterklang sind ein Orchester, mal größer, mal kleiner, aber immer wunderbar intensiv.
Nach der 500-Stück-EP „Springer“, die die Kopenhagener 2003 auf ihrem eigens gegründeten Label Rumraket rausbringen, folgt 2004 das Debütalbum „Tripper“. Eine Scheibe voller Zaubermelodien, fulminanter Backgroundvocals und melancholiegeladener Chorgesänge. Opulent und dennoch leise, ohne Hang zu dramatischer Pop-Melodik plätschert der Sound der Skandinavier dahin. Zwei EP’s und drei Jahre später folgt der zweite Longplayer „Parades“. Auf dem sich neben dem nordischen Quintett über 25 weitere bezaubernde Musiker verewigt haben. Wie passend scheint der Titel, denn was Efterklang auf ihrem Zweitlingswerk abliefern, ist nicht weniger als eine quietschbunte musikalische Parade aus Bläsern und Trommlern, die durch die Gassen fegt und ihre Zuschauer beeindruckt am Straßenrand zurücklässt.

Efterklang sind:

Casper Clausen – Vocals & Various Instruments
Mads Brauer – Computers, Flute
Rune Fonseca Mølgaard – Piano
Thomas Kirirath Husmer – Drums, Trumpet & Choir
Rasmus Stolberg – Bass, Guitar & Various Instruments
Peter Broderick – live-band member, Violin & Choir
Anna Brønsted – live-band member, Piano, Vocals
Niklas Antonson – live-band member, Trombone & Choir
Frederik Teige – live-band member, Guitar & Choir

Jennifer Beck