Eleni Mandell wächst im San Fernando Valley auf. Sie lernt Geige spielen, begeistert sich aber für die Punkmusik der L.A.- Band X. Mit 16 kriegt sie ihre erste Gitarre und eifert ihren Idolen nach. Zum Studium führt es sie ins nordkalifornische Berkeley, wo sie ihre ersten Auftritte hat, bei denen Chuck E-Weiss, der berühmt-berüchtigte Tom Waits-Kumpel, den Rickie Lee Jones mit ihrem Song “Chuck E’s in Love” unsterblich machte, auf sie aufmerksam wird und fortan unterstützt.
1998 bringt Eleni mit Wishbone schließlich ihr erstes, selbstfinanziertes Album heraus, das angesichts der Mischung aus Bar-Jazz, Campfire Folk, Tex Mex and Indie-Rock immer wieder mit den Werken von Tom Waits oder PJ Harvey verglichen wird.
Kurz darauf erscheint ihr zweiter Longplayer „Thrill“.
Ihr drittes Album „Snkabite“ aus dem Jahre ist stark von der Musi Bob Dylans beeinflusst.
Doch Eleni lässt sich ungern auf ein Genre festlegen, und so ist ihr viertes Album Country For True Lovers dem Titel entsprechend eine echte Liebeserklärung an die Countrymusik.
Sie selbst erklärt das so: “Ich liebe traditionelle Countrymusik, wie sie vor 30, 40, 50 und 60 Jahren gemacht wurde. Damals war sie noch extrem soulful, mit wunderschönen Texten, Melodien, Instrumenten, gespielt von tollen Musikern. Ich mag die Louvin Brothers, Merle Haggard, Willie Nelson, Tammy Wynette, Hank Williams, The Flying Burrito Brothers etc. Und viele meiner liebsten “Rock”-Musiker haben auch Countrymusik gespielt -die Rolling Stones (hör dir Exile on Main Street an), Bob Dylan (Nashville Skyline war ein pures Country-Album, und er hat immer wieder Country-Songs aufgenommen), Tom Waits (“Blind Love” auf Rain Dogs).”
Auch ohne große finanzielle Mittel hat Eleni Mandell für Country For True Lovers großartige Musiker gewinnen können, etwa Produzent und Gitarrist Tony Gilyson (X, Lone Justice), Drummer Don Heffington (Bob Dylan, Emmylou Harris, Victoria Williams) oder den Pedal-Steel-Gitarristen Greg Leisz (Beck, Matthew Sweet, Brian Wilson).
Was die textliche Eben anbetrifft, so schreibt Eleni meist über das, was sie berührt – in der Regel endet das in Songs “about heartbreak and love”. “Nothing beats a bad boyfriend for inspiration”, sagt sie in einem Interview mit No Depression, und fügt hinzu: “I’ve got enough material now. I’m ready for a good boyfriend.”
Doch auch bei „Afternoon“, das 2005 erscheint, und bei dem 2007 erscheinenden Album „Miracle of Five“ spielen gebrochenen Herzen eine Rolle.