Mit 20. Geburtstagen ist das so eine Sache.
Befand man sich bis zum letzten Tag seines 19. Lebensjahres noch proaktiv in einer zeitweise eher kontraproduktiven “Phase”, so ist es ein absoluter Trugschluss, dass sich das mit dem erreichen eines neuen Alters schlagartig ändert.

Aber irgendwie eben schon.
Zumindest beginnt mit dem 2. Jahrzehnt eines Lebens ein neuer Abschnitt mit vollkommen neuen Erwartungshaltungen. Rebellion muss spätestens hier der Revolution weichen, sonst ist die Gefahr groß als kiffende Hippieoma zu enden, die man nie sein wollte.

 

20 Jahre, das bedeutet die erste Prise Verantwortung für einen eigentlich noch viel zu jungen Geist.

 

Mit 20 geht man keineswegs auf die 30 zu – trotzdem ist man die Jugend für die Erwachsenen und ein Veteran für die Jugend. Diese Schnittstelle gilt es zu nutzen, um sich nicht in den Tiefen ihres Zwiespalts zu verlieren.

Vor dieser Herausforderung steht dieses Jahr das Melt! Festival, das vom 14.–16. Juli eine riesige 20. Geburtstagsparty schmeißt.

BILDERBUCH haben sich für das Melt! bereits adäquat in Schale geschmissen.

 

Die Gratwanderung von Rebellion zu Revolution, von Avantgarde zu Establishment ist dem Melt! seit Jahren nichts Neues. Ursprünglich gefeiert als hippestes Indie-Electro Festival, musste es sich dank der zunehmenden Kommerzialisierung und Umstellung des Line-Ups in letzter Zeit einiges an Kritik stellen.
Das Line-Up war am Ende irgendwie OK, die Location ganz nett, aber nichts so wirklich toll und die Industrieromantik war durchsetzt von glitzernden Promostages.

Trotzdem war unsere Redaktion stets ein treuer Fan des in die Jahre gekommenen Rebellen, auch in den etwas schwierigeren Phasen seiner Adoleszenz. Letztes Jahr verführte uns das Melt! mit Überraschungen wie HO99O9 (spielen übrigens GANZ BALD in Berlin, stay tuned!!) und Skepta.

 

H09909 hat uns letztes Jahr 1 Handyscreen und 20 blaue Flecken gekostet. Jederzeit wieder!

Was die Veranstalter hier tendenziell wieder vollkommen richtig machten, war das, wofür das Melt! ohnehin schon seit jeher stand: Musik und neue Ideen.
Schon 2016 hatten wir trotz des ganzen Drumherums das Gefühl, dass es vor allem darum ging, gemeinsam mit musikinteressierten Menschen zusammenzukommen, um die Varietät an guter Musik zu genießen:

 

Dieses Jahr ist es nun so weit: Das Melt! ist über Nacht ein bisschen mehr erwachsen.
Zumindest was die Erwartungshaltung seiner Besucher angeht.
Gott sei Dank stellt sich der halbjugendliche Festivalveteran dieser Herausforderung mit Acts, die von M.I.A. über Die Antwoord bis hin zu Enfant
Terribles wie Haiyti die komplette Bandbreite an herausragender Musik bedienen.

Wie zu seinen Anfängen, führt das Melt! das Beste aus trendenden Genres zusammen – nur dass das in Zeiten des Internets bedeutet, dass Pop, Indie, Rock, Electro, House, Techno und Hip-Hop zusammen eine dicke fette Geburtstagsparty feiern.


Wichtig bei dem Ganzen: Dieses Jahr verschriebt sich das Melt! wieder vollkommen der Musik.
Auf der Landingpage der Festivalwebsite findet man ein stolzes Line-Up und wenig Drumherum. Deswegen sagen wir dieses Jahr mit voller Inbrunst: Happy Birthday, Melt! alles richtig gemacht!

 

DAS WICHTIGSTE: DAS MELT! LÄDT EUCH EIN, MIT IHM ZU FEIERN. 
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