Seit 1992 beschallen uns Nada Surf mit semi-gedämpften Rockmelodien, die gerne mal im Ohr stecken bleiben. Ja, eine Ohrwurm-Garantie kann getrost ausgespochen werden, wenn das Trio bestehend aus Matthew Caws (Gt), Ira Elliot (Dr) und Daniel Lorca (Bs) gefühlvoll in die Mikrofone trällert.
Singen tun sie nämlich alle drei.

Der wohl populärste Hit der Band ist treffenderweise „Popular“ geworden. Bis jetzt muss man hinzufügen, denn hinreichend Potential für einen zweiten großen Kracher besitzen die New Yorker allemal. Die Hit-Single war ein Track auf dem „High/Low“ Album von 1996. Der Nachfolger „The Proximity Effect“ wird zunächst nur in Europa veröffentlicht, welches auf einer Promotion-Tour durchquert wird. Mit einem exorbitanten Effekt. Nada Surf sind von nun an viel umjubelte Festival-Acts. Der Grund für den vorläufigen Ausschluss Amerikas vom emporgelobten Stückchen Musik war ein Zank mit der Plattenfirma “Elektra”, welche die Band mit der Forderung, gefälligst einen Hit zu erschaffen, zurück ins Aufnahmestudio schicken wollte. Das Label wird –glücklicherweise- ignoriert und prompt, das heißt: 2 Jahre nach der eigentlichen Aufnahme und zahlreichen rechtlichen Absprachen, wird die Scheibe 2000 mit dem eigenen Label “MarDev” vom Stapel gelassen. Nachdem nun auch endlich Nordamerika betourt werden konnte, um die Platte vorzustellen, geht es zurück ins Studio für „Let Go“ (2002). Doch auch “Virgin” meckert ‘rum, weshalb sich Nada Surf abermals empfehlen und wegen „The Weight Is A Gift“ (2005) -vielleicht endgültig- zum charmanten Indie-Label City Slang in Europa wechseln. Hier hatten sie bis jetzt ja eh immer ein bisschen mehr Glück. „Always Love“ hat sich mittlerweile in alle Herzen gespielt und lässt noch außerordentlich viel von den Jungs erwarten.

Das aktuelle Album der Band enthält viele Koproduktionen, trägt den Namen „Lucky“ und steht seit dem Februar 2008 in den Läden.

Anton Windirsch