Die Musik des Potsdamers Norman Franz könnte einen melancholischen Kunstdruck füllen: Der Pinsel malt sanfte Linien in den Himmel, formt seichte Figuren aus den gezeichneten Wolken, zieht fein-bunte Schleier hinter sich her und hält einen Moment der Ruhe fest. Man würde ehrfürchtig vor dem Gemälde stehen, in der Angst, dass die feinen Farben verschwinden, wenn man sie berührt.

Nicht nur, dass Norman Franz Kunstzeichner und -maler zu bildnerischen Gegensätzen der hektischen Zeit inspirieren dürfte, der Künstler selbst versteht es, auch auf seiner neuen Veröffentlichung “The Tiny Songs (For Hidden People)” mit unglaublich gefühlvoll gehauchten Texte, die bei nicht genauerem Hinhören aus einfachen „Ahs“ und „Ohs“ zu bestehen scheinen, und einer im Hintergrund seicht dahin plätschernden Gitarre zu beruhigen. Die Hektik fällt ab, man wird träge und genießt einfach den Moment der Ruhe. Falls kein Wald vor der Haustür zum Entspannen einlädt, bieten Album wie Cover genug Ansätze, um der Fantasie freien Lauf zu lassen und sich locker zu machen.

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