Seit der Veröffentlichung von Dynamite Deluxes “Deluxe Soundsystem” wird er auch aus der Hip Hop-Community angefeindet. Vorgeworfen wird ihm unter anderem, dass er zu kommerziell geworden wäre und dass er den Underground Hip Hop nicht mehr repräsentieren würde. Nichts Neues in dieser Hinsicht. Sein erstes Statement dazu war die Maxi “Hab gehört”, auf der er auf sämtliche Gerüchte um seine Person eingeht. Das Ergebnis ist nicht überraschend: “Die meisten Leute labern zu viel Scheiße!” Punkt, Ausrufezeichen.

Wie auch auf “Deluxe Soundsystem” beinhaltet “Samy Deluxe” vorwiegend das, was er am besten beherrscht: Battlerhymes. Das nervt vielleicht auf die Dauer, denn irgendwann weiß auch der hinterletzte Provinzler, dass Samy der Beste, Größte, Schönste, Bekiffteste undsoweiterundsofort ist. Das hat zum einen mit seinem gesunden Selbstbewusstsein zu tun, auf der anderen Seite aber auch damit, dass Samy der Meinung ist, dass die Diskrepanz zwischen Inhalt ud Flow bei Storytelling-Geschichten einfach zu groß ist. Nun denn, dann können wir auch in Zukunft einige Sachen vom Format “Fuk DJ Toemack” erwarten.

Ausgangspunkt dieser köstlichen Geschichte war der Auftritt Samys, der bei der Echo Preisverleihung. Dort hielt er ein Schild mit der Aufschrift “Fuck DJ Tomekk” in die Höhe, der Anfang war gemacht. Laut Samy soll Tomekk bei einem Remix für Jay Z einen Beat von Deluxe-Kumpane DJ Desue geklaut und als seinen eigenen ausgegeben haben. Was nun davon der Wahrheit entspricht, kann kann wohl nur unter Einbeziehung des Haager Kriegsverbrecher Tribunals herausgefunden werden. Fakt ist jedoch, dass der Unterhaltungsfaktor im deutschen Hip Hop durch diese Fehde enorm gestiegen ist.
Und für den deutschen Hip Hop, oder vielmehr für die deutschen Hip Hop-Fans schließt sich Samy 2003 mit seinem Stuttgarter Buddy Afrob zusammen. Nach gemeinsamer Arbeit für das Brothers Keepers-Projekt und dem Four Fists-Track mit D-Flame und KC DA ROOKEE schenken sie, unter dem Namen ASD, das Album “Wer Hätte Das Gedacht?” den wartenden Fans.