Angeblich stammen sie alle aus einem kleinen ungarischen Dorf. Acht Musiker, alle tragen sie den Familiennamen Bertholini und behaupten, Nachfahren einer berühmten Zirkusfamilie zu sein. Ungarische Provinz-Zirkusmusiker also. Ist natürlich ausgesprochener Quatsch. Die Wahrheit kennt man allerdings auch nicht wirklich. Im Netz wird gemunkelt, dass sie alle aus dem Frankfurter Raum stammen und fließend deutsch sprechen. Alles nur ein großer Zirkus-Fake? Mag sein, aber lieber ein guter Fake, als eine weitere Band der Sorte „Wir sind ganz normale Jungs, die miteinander Musik machen”.

Die Thematik “The Great Bertholinis” ist allerdings nicht nur biographisch, sondern auch musikalisch äußerst spannend. Ein Mix aus Indie-Rock und osteuropäischer Blasmusik-Polka, mit Hang zur Melancholie. Die ungarischen Calexico möchte man meinem. Oder eine schwärmerische Variante der Kaizers Orchestra. 2006 veröffentlichen sie ihr Debüt-Album „Objects travel in more than one direction“, was von der Kritik großflächig sehr gut aufgenommen wurde. Anfang 2009 erscheint ihr zweiter Streich „Planting a Tree next to a Book“.

Arne Hirsemann

The Great Bertholinis sind:
Todor – lead vocals & acoustic guitar
János – banjo, lapsteel & choir
Oskár – selected lead vocals, electric guitar, choir
József – drums
Zoltán – bass guitar & double bass
László – baritone saxophone, soprano saxophone
Gábor – trumpet
Ferenc – trombone

The Great Bertholinis – Righteous Man