Underworld ist ein elektronisches Musiker-Duo aus den UK, das sich remixend, produzierend und beim Abmischen auf den kleinen und großen Dancefloors der Welt einen Namen gemacht hat.

Als die Kunst-Studenten Karl Hyde und Rick Smith in den 80er Jahren beginnen Musik zu machen, dürfen sie bereits als Freur ins Aufnahmestudio, woraus der „kleine“ Hit “Doot Doot” entspringt. Aufgrund erster Streitigkeiten mit ihrem Label “CBS Records”, wird Freur jedoch zunächst in den Wind geschrieben.
Nach der Auszeit von knapp einem Jahr gründen Hyde und Smith 1987 Underworld. Die neue Band versucht zwar immer noch sich auf elektronischen Pfaden zu bewegen, geht aber einen neuen Weg in Richtung Funk-Electro-Pop. Gewinnen können sie mit “Underneath The Radar” und “Change The Weather” also nichts. Und so erhofften sie sich Ünterstützung von einer dritten Säule in der Band: Darren Emerson kommt als DJ hinzu. Zusammen bringen sie’92 als Lemon Interrupt die Songs “Dirty/Minneapolis” und “Bigmouth/Eclipse” hervor.
Auf “Dubnobasswithmyheadman” (1993) steht wiedermals Underworld auf dem Etikett. Und wo Underworld drauf steht, ist ab diesem Album richtig mitreißender Sound drin. Mit der außergewöhnlich betitelten Platte wird die erfolgreiche Phase der Band gestartet. Vorläufiger Höhepunkt ist die Single “Born Slippy“, welche auf dem “Trainspotting”-Soundtrack zum Club-Klassiker heranwächst. Das nächste Album – “Second Toughest In The Infants” – hält da locker mit.
Jenseits ihres eigenen sehr alternativen Elektro-Techno-Daseins, produzieren sie zu der Zeit auch schon populäre Acts wie Simply Red, Björk und Depeche Mode. Der Meilenstein ihrer eigenen Karriere “Beaucoup Fish” (1999) macht die Band nun wirklich berühmt.
Die Jungs werden reich und scheitern daran. Zumindest gibt Darren Emerson Streit kommerzieller Art als Grund für seinen Ausstieg 2000 an. Hyde und Smith sind also, wie zu Beginn ihrer Laufbahn, zu zweit unterwegs. Anscheinend weniger effektiv. “A Hundred Days Off” ist zwei Jahre später erhältlich und behält Gewohntes bei. Vielleicht liegt hierin der Grund für eher bescheidene Verkaufszahlen. In der Folge gibt es nur noch vereinzelt Web-Releases eigener Songs -z.B. “Pizza Eggs“, “I’m A Big Sister, And I’m A Girl, And I’m A Princess, And This Is My Horse“- und vor allem Live-Auftritte werden absolviert. Das Angebot, einen weiteren Danny Boyle-Film (nach “Trainspotting” und auch “The Beach”) musikalisch mit zu unterlegen, lehnen sie nicht ab: “Sunshine” wird mit einem musikalischen Beitrag der Band elektronisch ausgemalt. Überhaupt scheinen sie ihrer Vorliebe für Sountracks freien Lauf zu lassen. Die Liste könnte man nämlich weiterführen mit Hackers, A Life Less Ordinary, Batman & Robin, The Saint…und einige andere mehr.

Mit der Platte “Oblivian With Bells” knüpfen Underworld nun wieder im Jahre 2007 an modernen Elektro an und hoffen auf öffentliche und vor allem positive Resonanz.