Als Mariechen Danz und Alex Stolze gemeinsam Musik zu machen beginnen, geht es zunächst noch nur um die Soundtracks, die die irische Künstlerin für ihre Performances benutzt. Doch schnell verselbständigt sich das Material und entwickelt eine spannende Eigendynamik, schnell verlangen die Stücke nach einem größeren Rahmen und wachsen schließlich zu der Band heran, die eigentlich überhaupt nicht geplant war: UNMAP.

Danz und Stolze beginnen, die Stücke von Neuem zu bearbeiten, nach dem Wesentlichen zu suchen, den wilden, ursprünglichen Kern der Ideen frei zu legen. Gerüstet mit den ihnen eigenen Herangehensweisen als bildende Künstlerin auf der einen und als erfahrener Musiker (Bodi Bill, Dictaphone) auf der anderen Seite und verbunden durch die tiefe Vertrautheit, die beide aus früherer Zusammenarbeit schöpfen können, wird nach und nach die Idee dessen verfeinert, was das kommende Projekt ausmachen soll: dunkel bedrohliche Kammer-Popmusik, pulsierend treibender Elektro-Soul mit Einflüssen aus R&B, aus Hip Hop, aus Electronica und Noise. Mit der ausformulierten Vision stoßen der Berliner Producer und Bassist Matthias Geserick und Drummer Thomas Fietz dazu. Zusammen arbeitet das Quartett an den Entwürfen weiter, schneidet und kürzt, stellt Bestandteile um und arrangiert das gesamte Konstrukt neu, nur um mitunter ziemlich genau am Ausgang der Arbeit anzugelangen, in dem offenbar ein kraftvoller, zeitloser Kern zu stecken scheint.