Yo La Tengo ist spanisch und heisst so etwas wie “Ich habe sie”. Damit wird z.B: beim Baseball gesagt, dass man den Ball gefangen hat (Ball auf spanisch: la pelota (feminin), daher auch “Ich hab sie”. Soweit zum Bandnamen, doch nun endlich die Facts zur Band.

Gegründet haben sich Yo La Tengo bereits Mitte der 80iger (1984) in New Jersey (USA) und seit dem ist auch die “Stammbelegschaft” bestehend aus Ira Kaplan und Georgia Hubley dabei. Mit Dave Schramm und Mike Lewis spielten sie die erste Single ‘The River Of Water’ ein und 1986 auch das Debüt-Album ‘Ride The Tiger’. Schramm und Lewis verließen die Band, dazu gesellte sich dafür Stephen Wichnewski, mit dem man 1987 die Platte ‘New Wave Hot Dogs’ veröffentlichte, die von den Kritikern extrem gut aufgenommen wurde.  Der kommerzielle Erfolg jedoch liess auf sich warten, auch die ein jahr später erschienen Scheibe ‘President Yo La Tengo’ änderte daran nichts. .

Platte für Platte wurde sich nun der Erfolg und die Fans erspielt – sie wurde damit zu einer der wichtigsten Bands der 90er Jahre. 1990 erschien ‘Fakebook’, eine Platte ausschließlich mit Coverversionen. darauf folgten ‘May I Sing with Me’ (1992) und ‘Painful’ (1993), bereits mit dem neuen Bassisten James McNew.  Mit ‘Electr-O-Pura’ (1995) schafften sie endgültig den Aufstieg in den Indie-Olymp. Yo La Tengo wurden schon immer mit Velvet Underground verglichen – daher war es naheliegend, dass Yo La Tengo im Film I Shot Andy Warhol die Velvets spielten. Es folgten ‘I Can Hear the Heart Beating as One’ (1997), ‘And Then Nothing Turned Itself Inside-Out’ (2000) sowie ‘Summer Sun’ (2003).

2005 kam, was kommen musste: Yo La Tengo veröffentlichten eine Best-Of, eine Zusammenstellung alter Songs auf zwei CDs unter dem Namen ‘Prisoners of Love’. Ein Jahr späeter bereits (2006) erschien die CD ‘Yo La Tengo Is Murdering the Classics’, wieder eine reine Cover-CD. Noch im selben Jahr veröffentlichten sie auch ein neues Studioalbum mit dem Namen ‘I am not afraid of you and I will beat your ass’.

Katja Bott