Das Fly BerMuDa-Festival bot einen krönenden und lauten Abschluss der Berlin Music Days 2011.

Die Outdoor-Festivalsaison ist zu Ende – nun buhlen zahlreiche Indoor-Festivals um die Gunst der Zuschauer. Unbedingt zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das Fly BerMuDa-Festival, welches nun schon zum zweiten Mal auf dem Tempelhofer Flughafen statt findet und das Finale der Berlin Music Days darstellt. Jedem Liebhaber von elektronischer Musik dürften bei diesem Lineup die Ohren schlackern: Neben der eindrucksvollen Performance von Plastikman sorgten Acts wie Ricardo Vilalobos, James Holden, Fritz Kalkbrenner, Sven Väth und dOP für ausgiebiges Gestampfe.

Bilder vermögen die Party nur ansatzweise umschreiben, die von den 10.000 Besuchern in den Hangars gefeiert wurde. Dennoch möchten wir sie euch nicht vorenthalten:


Kurz nach Mitternacht: Obwohl das Programm schon seit guten vier Stunden läuft, macht sich der Großteil des Publikums erst jetzt auf den Weg zum Tempelhofer Flughafen.


00:44: James Holden verwöhnt die Ohren mit anspruchsvollem Minimal-Techno. Leider ist sein Set mit einer Stunde viel zu kurz angesetzt worden.


01:40: Mehr auf die Zwölf gibt’s dann bei einem sichtlich gut gelaunten Fritz Kalkbrenner, der die Hits seines Debüts spielt. Die Menge hingegen agiert jedoch eher verhalten. 


03:00: Ellen Allien im Hangar zwei. Erst zu dieser Uhrzeit scheinen die meisten erst warm zu werden. Es steht schließlich noch einiges auf der Agenda…


03:43: M.A.N.D.Y. eröffnen ihr Set mit leichter Verspätung, dafür mit Konfettikanone.


04:33: Richie Hawtin a.k.a. Plastikman nimmt das Publikum für 1.5 Stunden mit in eine technoide Traumwelt die von atemberaubenden Visuals unterstützt wird.


07:10: Während in den Hangars noch reger Laserkrieg herrscht…

…zeigen sich in der Chill-Area davor die ersten Anzeichen des dämmernden Tages auf dem nebligen Tempelhofer Feld.


08:20: Die Morgensonne scheint durch die Fensterscheiben, die während der harten Bässe von Pan-Pot einer Bewährungsprobe unterzogen werden.


09:40: Langsam, langsam lichtet sich die Halle, bis Loco Dice gegen 11 Uhr die letzten Takte angeschlagen hat. Wer noch immer nicht genug bekam, konnte zu diesem Zeitpunkt bereits das Watergate aufsuchen. Dort fand die Afterhour statt, die sich noch über den gesamten Tag hin erstreckte.

Text und Fotos: Danilo Rößger