Als WCPR, Radio-Sender in Biloxi, MS, erste Telefonanrufe bekam, die nach einem bestimmten Song einer Band aus dem benachbarten Escatawpa fragten, glaubten die Mitarbeiter zunächst, dass es sich wohl um Freunde und Verwandte der Band handeln müsse. Doch die Anzahl der Anrufe explodierte förmlich – es musste mehr dahinterstecken: “Das war weit mehr als nur Freundinnen und Familienangehörige, die da anriefen”, erinnert sich WCPRs Kenny Vest. “So einen Ansturm hatte ich zuvor noch nie erlebt!”

Der Song, der so massiv per Telefon gefordert wurde, war “Kryptonite”, der Name der Band 3 Doors Down – eine vierköpfige Rockband, deren erdiger Sound und mitreißende Dynamik eine fantastische Mixtur aus modernen Klängen und zeitlosen Rock-Traditionen entstehen lässt.

Von Paul Ebersold (Sister Hazel) produziert und Toby Wright (Alice in Chains, Korn) abgemischt, präsentiert “The Better Life”, das 3DD-Republic/Universal Records-Debüt, feinstes Song-orientiertes Material, voller Energie, außer Rand und Band und gleichzeitig wohl geordnet…

Musik war seit frühester Jugend die Passion der vier Freunde aus Escatawpa: Der Leadsänger und Drummer Brad Arnold, der Bassist Tod Harrell und die Gitarristen Matt Roberts und Chris Henderson.

Seine älteren Geschwister – vier Schwestern und zwei Brüder – waren erste Einflüsse, die Brad Arnold eine Idee von dem gaben, was er machen wollte. Zunächst wurde so sein Interesse für kommerziellen Rock geweckt, bevor er sich härteren Gefilden zuwandte. “Irgendwie bin ich für alles offen”, sagt Arnold, “jede Art von Musik, die ich höre, beeinflusst mich auch auf irgendeine Art und Weise.”

Nachdem eine seiner ersten Bands zerbrach, schloss sich Harrell mit Arnold und Roberts zusammen. Und schon nach kürzester Zeit war ihnen klar, dass es geklickt hatte. Und ebenso schnell war klar, dass Arnold nicht nur die Felle bearbeiten sondern auch den Part des Leadsängers ausfüllen sollte. “Ich habe immer für mich selbst gesungen, wenn wir gespielt haben”, sagt er. “Und auch zu Hause habe ich immer gesungen. Dann bekam ich eines Tages ein Mikrofon – und da kein anderer singen wollte, habe ich es probiert. Und es hat mir sofort unheimlich viel Spaß gemacht.” Brad Arnold entwickelte sich gleichzeitig auch zum Texter der Band, brachte seinen Freunden das neue Material sogar mit in die Schule.

Den ersten Gig spielte das Trio auf der Party eines Freundes – das Repertoire bestand aus gerade vier Songs…”Wir konnten einen Song von Bush, einen von Metallica und hatten ein paar eigene”, erinnert sich Arnold. “Wir spielten sie immer wieder von vorn, wenn wir alle durch hatten.”

Das waren die Anfänge – und das Repertoire wuchs schnell und die Freunde begannen, auch “richtige” Gigs zu spielen. Bei einem dieser Trips – sie kamen nach Foley in Alabama,­ kamen sie auch auf ihren Namen: “Wir sind da aus einem Haus rausgekommen, dass einen Schriftzug an der Front hatte. Einige Buchstaben waren schon runtergefallen und es stand nur noch ‘Doors Down’ daran”, sagt Brad. “Da wir zu der Zeit noch zu dritt waren, nannten wir uns einfach ‘3 Doors Down’.”

Vor ca. 2 Jahren wurde aus dem Trio dann ein Quartett, als sich Henderson, der früher schon in mehreren Bands zusammen mit Harrell gespielt hatte, 3DD Anschluss. In der Zwischenzeit arbeiteten die Freunde weiter an neuen Songs und 1997 nahmen 3 Doors Down einige Demos auf. Sie machten eine CD, die sie auf Konzerten verkauften. Ihre Fangemeinde wuchs stetig an, man wollte 3DD live sehen und schnell kamen mehr als 2.000 Leute zu ihren Gigs. Diese Tatsache und der Wirbel, der um den Song “Kryptonite” entstand, brachte schließlich die Majors auf den Plan. Das Resultat: 3 Doors Down fuhren nach New York, spielten einen Showcase im legendären CBGB’s und bekamen ihren Deal mit Republic/Universal.