Wenn man über den Dreierpack von Alkaline spricht, sollte man zu allererst einen Fehler nicht machen: Nämlich diese aus Chicago stammende Formation ohne genauere Betrachtung direkt in die Pop/Punk-Stilschublade zu stopfen. Denn das hieße, ihr nicht einmal annähernd gerecht zu werden – und sich selbst den Zugang zu versperren. Den Zugang zu etwas, das weit mehr repräsentiert als nur ein paar Akkorde und etwas Attitüde!

Nun, sicher, es gibt bereits Millionen von Alben, die mit den Zutaten Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang abgeschmeckt sind. Aber was ist daran so schlimm? Erinnern wir uns doch mal einen kurzen, besinnlichen Moment lang – waren nicht genau dies immer unsere Lieblingssongs? Eben die mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang?

Nichtsdestotrotz unterscheidet sich der Alkaline-Dreier deutlich von dem Gros der Bands und Veröffentlichungen des Genres. Was die drei Jungs von Alkaline wirklich ausmacht, ist ihre offensichtlich im Blut liegende Fähigkeit, ganz herausragende, ja perfekte Pop-Songs zu schreiben – um sie dann durch ihre ganz eigene, musikalische Tretmühle laufen zu lassen und ihren grandiosen Kompositionen so diese gewisse, ganz besondere Klasse zu verleihen. Songs entstehen zu lassen, die voll sind von Metaphern über unsere Zeit und darüber, was das Leben ausmacht. Dinge, über die man nachzudenken heutzutage ja kaum noch Zeit hat…