„you can´t beat a beatsmith“…schwere aber wahre Ansage von Adonai Santos de Araujo alias Amon Tobin. Der Name basiert übrigens auf einem Steven King Charakter. Der gebürtige Brasilianer (Rio de Janerio) ist Musiker und DJ. Amon Tobin ist ein Spezialist in seinem Metier. Er versteht es gekonnt Fragmente des Jazz, Hip- Hop, Samba oder Bigbeats sauber miteinander zu arrangieren. Er verbrachte einen Teil seiner Jugend in England. Bevor er 1996 bei Ninja Tunes unter Vertrag kam, veröffentlichte er vier EP´s und ein Album unter dem Namen Cujo. Weierhin blieb Amon Tobin fleißig, er schloss einen Vertrag, mit dem Softwarehersteller „Ubisoft“ und komponierte Soundtracks für Computerspiele (Tom Clancy’s Splinter Cell, Chaos Theory). Doch für Tobin ist die eigentliche Leidenschaft das Minipulieren von Sounds. Bewaffnet mit Mikrophonen und seinem Sound engineer Vid Cousins, begibt er sich auf die Suche nach neuen Sounds. Er nimmt virtuos Geräusche die irgendwie verwertbar sind auf: von Tieren, Motoren, Musikern und tausende andere Sachen. Aus diesem wirr warr entsteht sein neues Album „Foley Room“. Das ganze Experiment um die neue Platte ist in einem kleinen Film dokumentiert. Dieser wird mit auf die frische, im März 2007 erscheinende, Scheibe draufgepackt.

Christian Thurow

Label: Ninja Tune/Rough Trade