Schon mit 15 landetet er den NDW-Hit “Fred Vom Jupiter”, und irgendwie ist er diesem Stil treu geblieben – immer in modifizierter Form, versteht sich.

Schon in frühester Jugend wurde er in der Kunst des Gitarrespielens vom ehemaligen Palais Schaumburg Hero Holger Hiller eingewiesen. Sein Ruf als Plastik-Star behielt er auch nach seiner Zeit als Jugendidol in den 80er Jahren bei. Die Synthesizer fehlten selten bei seinen abgedrehten Stücken – Anfang der 90er setzte er bei den Scheiben “Ärger Mit Der Unsterblichkeit” und “Neu” auf vollelektronische Sounds.

So profanen Dingen wie der Liebe widmet er sich übrigens nie, Blaumeisen und Kleintier aller Art sind eher seine bevorzugten Themen.
Auch sein filmisches Schaffen läuft auf einer ähnlich aberwitzigen Schiene. Sein Abschlusswerk an der Münchner Filmhochschule im Fach Spielfilm hieß seinerzeit “Schlag Dein Tier”. In diesem Meilenstein der Filmgeschichte treten Tierbesitzer in einer Fernsehshow gegen ihre Lieblinge an – wer gewinnt, ist heute vergessen.

Mit blondiertem Haupthaar, modisch streng seitengescheitelt präsentierte sich Dorau auf dem Cover von “70 Minuten Musik Ungeklärter Herkunft”. Danach lässt er seine Fans erst mal acht Jahre warten. Er selbst wartet auch, singt er doch in seinem Stück “Ärger”: “Mein Warten, das hat Stil. Keiner kann es besser”. Erst 2005 hat das Warten ein Ende, und ein Kreis schließt sich. Mit seinem neuen Album “Ich Bin Der Eine Von Uns Beiden” kehrt Dorau mit seiner schrägen Musik zurück, bei dem Label, auf dem 1982 bereits der “Fred Vom Jupiter” erschien. Die Scheibe ist nach eigenem Bekunden: ein opulenter Strauß aus Chanson-Moritaten, Dampfwälzern, Hit-Dampfwalzen und dünnhäutigen Songwriter-Balladen, gebunden in knackigen Tanzrhythmen und verstiegenen Harmoniewechseln.

2005: “Ich bin der eine von uns beiden” ….