Was für eine Erfolgsstory der Mann schon hingelegt hat. Zum einen Produktionen für Stars wie P. Diddy, Britney Spears, die Rolling Stones und Snoop Dogg, zum anderen der Durchbruch mit der eigenen Band N*E*R*D. Nun surft Pharrell Williams mit ’In My Mind’ solo auf der Hitwelle – und es geht „on and on and…“!

So zumindest lauteten seine ersten Worte auf der Single ’Can I Have It Like That’, mit der er Ende 2005 eigentlich sein Album bewerben wollte. Doch dann kam alles etwas anders und das Album wurde verschoben – bis jetzt. Mit über einem halben Jahr Verspätung kommt nun endlich ’In My Mind’ in die Läden!

Was viele Leute vielleicht traurig stimmen dürfte, ist die Tatsache, dass Pharrell bei der Produktion von ’In My Mind’ völlig auf die Hilfe von seinem Neptunes-/N*E*R*D-Partner Chad Hugo verzichtet hat. Doch Kopf hoch, natürlich arbeiten die zwei auch weiterhin zusammen. Für sein Album hat sich Pharrell übrigens ein übergeordnetes Konzept ausgedacht: Sieben Songs gehen eher in die HipHop-Richtung, sieben weitere repräsentieren seine R’n’B-Seite. Deswegen glättete nach dem treibenden Rap von ’Can I Have It Like That’ erst einmal die zweite Single ’Angel’ die Wogen mit sanfteren Klängen. Ganz brav holt er sich in dem Stück erstmal Tipps von seiner Mutter, bevor er den Vater eines Mädchens fragt, ob er mit dessen Tochter ausgehen darf: „Hello, yeah Mom, I love you too!/ I’m just nervous about this girl. What do you think I should do?“ Zur Beruhigung sagt er dem Vater dann, dass sein Schatz ja auch echt ein Engel ist, obwohl ihre Flügel nicht zu sehen sind.

Pharrell dagegen kann schon mal ein schlimmer Finger sein. Im Video zur N*E*R*D-Single ’Lapdance’ gab’s nackte Brüste zu sehen. Ein anderes Beispiel ist ’Tape You’, wo’s darum ging, dass es doch ganz interessant sein könnte, zwei Mädchen beim Liebesspiel zu filmen. Seine Regieanweisungen sind dabei leicht verständlich: „Now girl, kiss her boobs./ And you kiss her boobs too!/ And let your finger dash in./ Lights, camera, action!“ Naja, Männerfantasien halt!

Um daher beim Stück ’Young Girl’, dass Pharrell mit Jay-Z für ’In My Mind’ aufgenommen hat, gleich mal alle Missverständnisse auszuräumen, wird betont, dass es sich dabei keineswegs um die Beziehung zu einer Minderjährigen drehen würde. „Jay-Z’s Freundin ist etwas jünger. Auch das Mädchen, dass ich liebe, ist etwas jünger. Das fand ich interessant. Die meisten Typen treffen sich doch mit jüngeren Mädchen. Aber darüber redet eigentlich keiner. Wenn du eine Platte aufnimmst, geht’s immer nur darum, wie fett ihr Arsch ist oder so was. Nie wird da was Aufrichtiges über diesen Moment in deinem Leben gesagt. Darum geht’s bei diesem Album. Es soll die Gefühle der Leute ansprechen.