Jahrzehntelang hielt er andere Künstler vor der Kamera fest und verpasste ihnen dadurch ein unverwechselbares Image – jetzt blickt eine Dokumentation auf den Mann hinter der Kamera.

(Foto: Mindjazz Pictures)

Dass eine gute Außendarstellung für viele Künstler unverzichtbar ist, ist ein Gesetz, das fast so alt ist, wie die Popmusik an sich. Während es Lady Gaga und andere Mainstream-Sternchen eher schrill und sexy mögen, ziehen andere Mesen Musiker ein eher geschmackvolleres Auftreten vor. Gern darf es auch sinister, mysteriös und obskur sein – jahrelang stand ein Name für diesen speziellen Look: Anton Corbijn. Der niederländische Fotograf und Filmemacher verpasste, seit seinen ersten Auftragsarbeiten für Joy Division zu Beginn der 80er Jahre, fast allen Prominenten vor seiner Kamera einen höchst individuellen, aber stets unverkennbaren Look. Corbijn half mit düsterer Schwarzweiß-Ästhetik, Depeche Mode von ihrem Bubi-Image wegzukommen, er stellte U2 neben den berühmten Joshua Tree und fotografierte Johnny Cash für dessen Comeback Anfang der 90er Jahre. Doch das Fotografieren allein war nur ein Teil der Arbeit. Später drehte Corbijn auch viele bekannte und legendäre Musikvideos, unter anderem für Metallica, The Killers und Nirvana. So entstanden allerhand ikonische Werke – wer erinnert sich nicht an Depeche Mode-Frontmann Dave Gahan in Königsmontur und Liegestuhl oder Herbert Grönemeyers überdimensionalen Eisbären. In den letzten Jahren fasste der umtriebige Künstler mit Filmen wie “Control” und “The American” darüber hinaus auch Fuß in der Filmbranche.

“Anton Corbijn: Inside Out”
(Trailer)

Doch wer ist dieser Mann, der uns so viel erinnerungswürdige Momente der jüngeren Popkultur bescherrt hat? Dokumentarfilmerin Klaartje Quirijns wirft in “Anton Corbijn: Inside Out” einen Blick in das private Leben des öffentlichkeitsscheuen Künstlers, erkundet seine Herkunft und seine Arbeitsweise. Sie spricht mit Freunden und Kollegen – und naürlich mit allerhand Berühmtheiten, die Corbijn vor der Linse hatte. In den vier Jahren Drehzeit ergibt sich so ein spannendes Bild eines nimmermüde und vielseitigen Kunstschaffenden, der – stets angetrieben vom Reiz des Unbekannten – kaum eine Pause kennt. Dass er dabei auch an seine eigenen Grenzen stößt, ist nur eine der vielen inhaltlichen Facetten dieses kurzweiligen filmischen Machwerks, welches ab 19. April in ausgewählten deutschen Filmpalästen laufen wird.

Zum Kinostart verlost motor.de daher 3×2 Freikarten für den Film, sowie 3 Filmplakate zu “Anton Corbijn: Inside Out”. Alles was ihr dafür tun müsst, ist die folgende Box auszufüllen und mit etwas Glück könnt auch ihr bald einen Blick hinter die Fassade des Fotografen werfen. motor.de drückt euch die Daumen.