Die Bad Brains aus Washington D.C. gelten als eine der einflussreichsten Hardcore-Bands. So sollen sie unter anderem Billy Corgan, die Beastie Boys und auch Minor Threat maßgeblich beeinflusst haben.

Gegründet wurden die Bad Brains 1977 als Jazzfunk-Band unter dem Namen „Mind Power“. Zu Beginn bestand die Truppe aus vier punkrockbegeisterten afroamerikanischen Musikern, die nach Auftrittsverboten in nahezu ganz Washington nach New York umsiedelten. Das war 1979, das Jahr, in dem sie auch ihre erste Single „Pay To Cum“ aufnahmen.

Nachdem sich die Bandmitglieder ein Bob Marley-Konzert anschauten, konvertierten sie zu dessen Glauben, dem Rastafari. Trotz der Probleme, die sie damit teilweise in der Punk und Hardcore-Szene hatten. Im Zusammenhang damit steht auch die Besonderheit der Wechsel zwischen schnellen Hardcore-Songs und Reggae.

1983 kamen sie im Rahmen einer Tour auch nach Westdeutschland, wo sie von Toxoplasma supportet wurden.

Zwischen 1983 und 1986 erfolgte eine erste Auflösung die Band. Die Bad Brains legten nach mit vielen Veröffentlichungen, so zum Beispiel mit „I Against I“, einem für den Crossover wegweisenden Werk. Trotz des Erfolges von „I Against I“ zerbrach die Band 1987 erneut, doch bereits 1989 meldeten sie sich mit „Quickness“ zurück, welches dort weitermachte, wo „I Against I“ aufhörte. Die dazugehörige Tour löste ein weiteres Problem aus. Sänger H.R. weigerte sich, einige Konzerte zu spielen und forderte den kompletten Übergang zum Reggae. Mit Chuck Mosley (Faith No More) fanden sie einen Ersatz, jedoch wurde dieser nicht lange benötigt, die Band löste sich ein weiteres mal auf.

Dr. Know, Gitarrist der Band, wurde ein Major-Deal von Epic Records angeboten. Als neuer Mann am Schlagzeug stieß Mackie Jayson hinzu, der vorher bei den Cro-Mags trommelte. Israel Joseph I wurde neuer Sänger der Band. Das neue Album “Rise” war wenig erfolgreich. Jayson und Joseph I wurden wieder durch H.R. und Earl Hudson abgelöst, das Original Line Up stand wieder.

In Originalbesetzung nahmen sie 1995 das Album „God of Love“ auf.

Von 1999 bis 2001 waren die Bad Brains als Soul Brains unterwegs, unter diesem namen veröfefntlichten sie 2000 ein Live Album. Der Nachfolger der Platte war “I And I Survived”, wieder als Bad Brains.

Die nächsten Jahre liefen eigentlich normal ab, sogar ohne Auflösungen und Reunionen. 2007 erschien „Build a Nation“, das bisher letzte Album der Bad brains.

Tim Kollande