Wie kaum ein zweiter deutscher Popliterat prägte Benjamin von Stuckrad-Barre die Medienwelt der vergangenen Jahre. Für die FAZ ist er sogar „der aufgeweckteste Beifahrer einer jungen Generation.
Der 1975 geborene von Stuckrad-Barre erwarb sich erste Fachkenntnisse in einem Germanistikstudium, welches er jedoch reltiv schnell wieder aufgab. Danach jobbte er als Redakteur beim Hamburger Rolling Stone Magazin und wurde 1996 dann Produktmanager bei Motor Music. Ein Jahr später übernahm er eine Stelle im Autorenteam der „Harald- Schmidt- Show“. Öffentlich von sich reden machte von Stuckrad Barre dann mit dem 1998 erschienenen Buch „Soloalbum“, welches wiederum 2003 erfolgreich verfilmt wurde. Nach seinem Umzug in die Landeshauptstadt arbeitete er unter anderem ein Jahr als Redakteur für die „Berliner Seiten“ der FAZ. Mit seinem zweiten Buch „Live Album“ ging er anschließend auf große Lesetournee durch Deutschland. Die besten Livemitschnitte dieser Tour wurden dann im darauf folgenden Jahr als Hörbuch unter dem Titel „Liverecordings“ veröffentlicht. 2001 erschien dann „Transkript“ und das zweite Hörbuch „Voicerecorder“. Ende des selben Jahres veröffentlichte von Stuckrad-Barre zusätzlich noch eine Textsammlung namens „Deutsches Theater“. Nachdem bekannt wurde, dass der Popliterat jahrelang Kokain genommen hat, entschloss er sich für den Porträtfilm von Herlinde Koelbes Aufnahmen von seinem Entzug machen zu lassen. Der WDR strahlte das ganze dann unter dem Namen „Ruhm und Rausch“ erstmals im deutschen Fernsehen aus.

Robert Schwabe