Nora Tschirner, Radiofritzin, Schauspielerin und MTV Frau, geliebt, gehasst und unverheiratet (ich würd´s tun) und Stephan Michme, Radiofritze, SCYCS Sänger (ja die gibt es noch!) und MTV Mann. Was für ein Duo. Es gibt wirklich Menschen, die diese beiden auf die versammelte Popstar-Gesellschaft loslassen.

So geschehen bei den MTV Europe Music Awards in diesem Jahr in Rom. Bonbonlichter an und Hirne aus, Feuerwerker aller Länder vereinigt euch, Sex, Alk und Koks für alle! So war es immer und so bleibt es, bis endlich der letzte Penner begriffen hat, wie man sich illegal oder kostenlos oder illegal und kostenlos Musik aus dem Internet besorgt.

Ist es eigentlich normal, dass man auf solchen Reisen infantil wird? Stephan mit Alitalia (italienische Fluggesellschaft), in einer Maschine so groß wie ‘ne Schubkarre, identifiziert den riesenhaften Menschen neben sich als Opernsänger Sarotti oder Hagrid aus Harry Potter. Ist sich aber nicht sicher, kann aber auch Nora, die sich mit Opernsängern gut auskennt, nicht fragen, weil sie mit den “Großen” fliegt (Lufthansa).

Beim Versuch, das Handy zu nehmen, machen die Landeklappen in Stephans Flugzeug komische Dinge, und aus Angst, keinen Gin Tonic zu bekommen, nimmt er die fiese Italolover-Fratze des Stewards lieber ernst und macht das Handy aus. Gin Tonic gab`s dann doch nicht.

In Rom meldet sich sofort Nora und fragt nach bewusstseinserweiternden Pillen, die auch gut gegen Erkältung sind. Sie ist nämlich krank und Stars aus Übersee lassen sich nicht gern von katahrrgebeutelten Moderatorinnen nach ihrem Outfit fragen. Das weiß eine Tschirner, seit Michael Jackson den Mundschutz salonfähig gemacht hat. War das nicht ein Glück für die Asiaten?

Zurück nach Rom zu den Europe Music Awards. Getrennt voneinander nach dem besten Interview befragt würden Nora und Stephan antworten:

Stephan: “Kylie M.” Wobei er gar nicht mit ihr sprach, sondern sie eher sehr intim sah. Zufällig, Verabscheuungswürdig unter einer Treppe stehend, direkt an ihren Beinen entlang, bis dahin wo dieselben dann auch aufhören.

Nora: “Gwen Stefanie.” Weil die sehr pickelige Stirn dieser ansonsten unverschämt perfekten Stylomatenmaschine ein Lichtblick für alle ähnlich geplagten Bräute ist.

Weitere Erkenntnisse:

1. Wodka ist auch nicht schlechter als Wick Medinight! Das fand das ansonsten sehr professionelle Moderatorenpaar im Selbstversuch am Abend vor den Awards im Hotelzimmer heraus.

2. Die Sportfreunde Stiller könnten ohne Probleme Reiseführer in Rom werden! Auf einer Busrundfahrt, die zuvor natürlich auf Coolness, Punkrock- und Indie-Potenzial negativ getestet wurde, verblüfften die drei Sportfreunde mit außergewöhnlich guten Fremdenführerqualitäten.

3. Die Beatsteaks können einfach nicht lügen und sind deshalb einmal mehr die charmanteste Rockband aller Zeiten. In einem Interview baten die Berliner, allen voran Frontsau Arnim, nicht auf einen eventuellen Award-Gewinn angesprochen zu werden. Die Jungs wussten nämlich schon Bescheid und wollten einfach nicht irgendwelchen Lügenscheiß erzählen.

4. Kylie M. trug ein Höschen. Der Rest gehört nicht hierher!

Und wer denkt, mit einem Hangover nach der Aftershowparty sei der Drops gelutscht, der irrt! Kräftig! Denn auch Lufthansa macht Notlandungen wegen irgendwelcher Herzbeschwerden von Rentnern (wer hat eigentlich dieses Viagra erfunden?). Ist Nora exakt so passiert.
Und Alitalia spielt auch gern mal das “Städtchen verwandele dich-Spiel”. So wird aus Mailand Frankfurt und in Berlin bleibt das Kofferloch leer. Stephan wartet immer noch.

Bert ist übrigens eine dem Verfasser bekannte Person und intimer Kenner der Moderatorenszene.

Text: Stephan Michme