Die Geschichte einer wunderbaren italienisch-japanischen Freundschaft beginnt 1993 in New York. Hier treffen die Kunststudenten Kazu Makino und Maki Takahashi aus Kyoto und die italienischen Zwillingsbrüder Simone und Amedeo Pace zusammen und gründeten die nach einem Song von DNA benannte Band Blonde Redhead.
Sie verschrieben sich dem Pop, wurden aber anders konsumiert und bekamen den Stempel einer Avantgarde-band aufgedrückt, den sie eigenlich nie haben wollten. Ihre ersten Songs klingen krachlastig, nach vor gehend und weitgehen durch recht chaotischen Sound geprägt. Dafür sorgen Maki am Bass, Simone am Schlagzeug, Kazu und Amedeo an Gitarre und Mikro. 1995 veröffentlichen sie ihr gleichnamiges Debüt beim Label Smells Like Records.

Takahashi verlässt nun die Band, das Trio macht weiter und veröffentlicht kurz darauf “La Mia Vita Violenta”. Für das dritte Album “Fake Can Be Just As Good” luden sie sich einen Gast-Bassisten ein, Vern Rumsey von Unwound. Immmer noch oder schon wieder als Trio entstehen die beiden Alben ach vier Jahre liegen zwischen den beiden Alben “Melody Of Certain Damaged Lemons” (2000) und “Misery Is A Butterfly” (2004). Die große Pause dazwischen hat nichts mit einem künstlerischen Burn-Out oder Faulheit zu tun, vielmehr ist ein Pferd dafür verantwortlich. Denn 2002 wird Makino von solch einem böse getreten und ist von da ab auf fremde Hilfe angewiesen. “Misery Is A Butterfly” reflektiert die Zeit der Erholung, Makino bedankt sich artig mit Text und Melodie bei Ärzten und Freunden. Mit dieser Platte wechseln Blonde Redhead zu 4AD, Musikfreaks durch Bands wie Pixies, Kristin Hersh, TV On The Radio, und, und, und.

2007 bringen sie ein Album namerns “23” heraus, dass keine Verschwörungstheorien aufwärmt, sondern lediglich auf die Apartmentnummer von Kazus in New York anspielt. Pop, Pop, Pop gibts auf dieser Scheibe, allerdings vom Feinsten