Blondie ist eine New Wave-Band, die 1974 von Deborah Harry und Chris Stein in New York gegründet wurde. Harry war zuvor die Sängerin der Folk-Band Wind in the Willows, Chris Stein Gitarrist der Stilettos.

Blondies erste Single X-Offender erschien im Jahre 1976 und blieb recht erfolglos. Der Durchbruch gelang der Band erst 1978 mit dem Song Denis, der in Großbritannien Platz 2 erreichte. Im Jahre 1979 folgte auch international der Durchbruch. Der Hit Heart of Glass erreichte Platz 1 in den USA, Großbritannien und auch in Deutschland. Obwohl Sängerin und Aushängeschild Debbie Harry mit ihren wilden und exzessiven Auftritten alles für Blondies Punk-Image tat, wurde die Band statt dessen zu einem Idol der New Wave-Ära. Ihre wasserstoffblonden Haare wurden schnell zum Markenzeichen und von den Fans vielfach kopiert. Ihre oft unterkühlte, teilnahmslos bis zynisch wirkende Stimme stand im Kontrast zu einem überbordenden Musikgewitter, das bisweilen an Phil Spector erinnerte. Die Band produzierte auch als eine der ersten Musikvideos. Mit dem Start des Musiksenders MTV wurde Blondie so schnell einem Massenpublikum bekannt und die Karriere weiter befördert. Der Song Call Me, 1980 von Giorgio Moroder in treibendem Disco-Beat für den Film American Gigolo produziert, wurde ein internationaler Hit, ebenso die Reggae-Nummer The Tide Is High, eine Coverversion des Erfolgstitels der Paragons. Der Song Rapture war Anfang 1981 einer der ersten von Weißen gesungenen Hip-Hop-Songs und kam als erster Hip-Hop-Song auf Platz 1 der US-amerikanischen Charts.

In den folgenden Jahren wurde es stiller um die Band. Harry startete parallel zu ihrem Engagement bei Blondie eine Solokarriere, doch ihre von Nile Rodgers und Bernard Edwards produzierte LP KooKoo floppte und auch die Blondie-LP The Hunter von 1982 blieb hinter den Erwartungen zurück. Nachdem Harrys Lebensgefährte Chris Stein schwer erkrankte, widmete sie sich über Jahre hinweg seiner Pflege. Im Jahre 1983 wurde Blondie schließlich aufgelöst.
Nachdem es in den neunziger Jahren immer wieder, weitgehend unbeachtete, Bemühungen gegeben hatte, Blondie zu reanimieren, rechnete niemand mehr ernsthaft mit einem Revival der Gruppe, zumal da Harry sich inzwischen auch als Schauspielerin einen Namen gemacht hatte. Sehr überraschend gelang der Band 1999 jedoch mit dem Album No Exit und dem Platz 1-Hit Maria ein auch kommerziell erfolgreiches Comeback. Von den Kritikern wurde das Album allerdings weniger positiv aufgenommen. Erst mit The Curse of Blondie und der daraus ausgekoppelten Single Good Boys konnte Blondie im Jahre 2003 auch künstlerisch wieder an den Standard früherer Zeiten anknüpfen. Im Jahre 2006 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Text von Wikipedia (Stand 08/2010)