What to do if you`re a young bored Danish Indie-Kid out in the badlands…?

Stürmisches Wetter und Heidelandschaften. Das ist so ziemlich alles, auf das sich die dänische Provinz, in der im Winter 2002 vier Jungs die Idee fassten, zusammen Musik zu machen, etwas einbilden kann. Die Mission des Quartetts war damit auch schon vorgegeben: nämlich dem grauen Provinzalltag zu entfliehen.

Das Medium dazu nannten sie CARTRIDGE, als Inspiration diente der eigene Frust, die Langeweile und die simple Tatsache, dass, wenn man das Pech hat, als Jugendlicher auf dem dänischen Land zu leben, dazu verdammt ist, in einer kulturellen Brache zu vegetieren.

Schnell kamen der eigene Stil und der eigene Sound zusammen. Die Musik diente damals wie heute als Plattform für Gefühle und Gedanken; als kritischer Blick auf das zentralisierte dänische System, das irrelevante Entscheidungen für die dänische Jugend trifft.

Unter dem Einfluss der amerikanischen und britischen Indie-Szene der 80er und 90er Jahre fanden CARTRIDGE ihre ureigene Identität. Ihr Stil manifestiert sich in der Schnittmenge von Intensität, Ausdruck und grenzenloser Energie. Nicht nur die Texte und der Inhalt, sondern auch Stimmung und Atmosphäre machen den CARTRIDGE Sound aus.

Ende 2003 nahm das Quartett das erste Demo auf, welches in Dänemark viele begeisterte Anhänger fand und CARTRIDGE die richtige Motivation bot, Material für ihre zweite Aufnahmesession zu sammeln. Doch bevor das Material in der finalen Form fixiert wurde, beschlossen CARTRIDGE, erst den Härtetest durchzuführen und es auf so viele Shows wie möglich auszuführen.

Mit ihrem weißen Wohnmobil, das sie stilecht „Moby Dick“ tauften, ging es auf eine Reise ins Ungewisse: zwei Monate lang tourten sie kreuz und quer durch Europa. Nur eine Handvoll Gigs waren im Vorhinein gebucht worden; die meisten ergaben sich erst on the road durch Freunde, Freunde von Freunden und spontane Gelegenheiten. CARTRIDGE spielten und spielten, hier, dort und überall; in Deutschland, in der Schweiz, in Tschechien, Frankreich und in Belgien.

Das Resultat des Euro-Trips hieß „Nowhere Fast“ und war die Debüt EP der Dänen. Bereits kurze Zeit später fanden sich CARTRIDGE auf der Bühne des Roskilde Festivals wieder, die erste wirklich große Feuertaufe für die Combo, die zu diesem Zeitpunkt bereits an ihrem Debütalbum werkelte.

„Enfant Terrible“ kam 2006 auf den Markt, die Presse reagierte überwiegend euphorisch, die nach der EP aufgekommenen Vergleiche mit den üblichen Verdächtigen der britischen und amerikanischen Indie-Szene verstummten zusehends. CARTRIDGE waren bei sich selbst angekommen, nun galt es, diesen Stil zu verfeinern, auszubauen und auf ein neues Level zu heben.

Für das zweite Album begaben sich CARTRIDGE in die Hände von Casper Henning Hansen und Jakob Millung von MOI CAPRICE, nisteten sich in einem Ferienhaus in Dänemark ein und feilten an den neuen Songs. Das Ergebnis liegt nun unter dem Namen „Fractures“ vor und übertrifft die hohen Erwartungen, die „Enfant Terrible“ weckte, bei weitem.

Die erste Singleauskopplung “The Woods” hat sich hierzulande bereits zu einem kleinen Radio-Hit entwickelt. Der Song wird (wie es hierzulande mit einem echten Radiohit immer beginnt) von College-Radios geliebt, läuft dort zum Teil auf höchsten Rotationen und hält sich schon seit 10 Wochen in den offiziellen College-Radio Airplaycharts in den Top 10.

Doch auch bei den großen öffentlich-rechtlichen und privaten Radiostationen kann der Track auf einige wichtige Rotationen verweisen: MDR Sputnik, Radio Top40, MDR Jump, RBB Radio Eins, HRyouFM, MotorFM, WDR Eins Live und SWR3 sorgen unter anderem dafür, dass „The Woods“ seit seiner Airplayüberwachung Anfang Januar auf über 800 Radioeinsätze verweisen kann und einen Top 100 Airplaychartentry zum VÖ des Albums sehr wahrscheinlich werden lässt.

Not too bad for some young bored danish Indie-Kids out in the badlands…

Cartridge sind:
Mathias Wullum Nielsen – Vocals, Guitar & Synth
Alex Phumoon Thomsen – Guitar
Thomas Vesterbæk – Bass & Synth
Niels Fibæk Bertel – Drums & Percussion