Willkommen an Bord von Darkel, dem Alleinflug von niemand Geringerem als Jean-Benoît Dunckel, seit zehn Jahren bekannt für andere großartige Ausflüge an Bord des französischen Doppeldeckers Air. Um gleich auf die Frage zu antworten, die sich die vielen Air-LiebhaberInnen angesichts dieser Vorrede jetzt stellen werden: Das Duo Air hat sich mitnichten getrennt. Es ist quicklebendig und äußerst aktiv. Nach einem Album, das sie gerade für Charlotte Gainsbourg geschrieben haben, arbeiten Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin nun an der Fertigstellung ihres eigenen, vierten Opus’, das Anfang 2007 erscheinen wird.

Trotz alledem ist Darkel für Jean-Benoît Dunckel nicht nur ein schöner Zeitvertreib, und das vorliegende Album keine Platte, die nur zu dem Zweck entstanden ist, ein weiteres ungeduldiges Ego zu befriedigen. „Darkel“ ist vielmehr ein Debütalbum voll mit der Unschuld und der Spontaneität, die ein Erstlingswerk oftmals ausmachen und zugleich der ambitionierte Ausdruck eines vor Einfällen sprühenden Musikers, der nach zehnjähriger Klangsuche einen Weg gefunden hat, seinen eigenen Ideen eine Form zu geben.

Darkel hat sein erstes Soloalbum zum größten Teil alleine komponiert, geschrieben und aufgenommen; einige befreundete Kollaborateure haben ihn dabei unterstützt und zu dessen Farbgebung beigetragen. Trotz aller musikalischen Vielfalt ist das Ergebnis ein leichtes, poppiges Album mit einigen Uptempo-Nummern („TV Destroy“, „Beautiful Woman“). Bei mehrmaligem Hören von „Darkel“ stellen sich immer häufiger Momente der Aufregung ein, die zunehmend berauschen und verblüffen, insbesondere wegen der reichhaltigen Instrumentierung, die das schöne Gefühl vermittelt, dass hier große Künstler am Werk waren. Und dieses Gefühl kann man hören: Auf der letzten Stufe der Abmischung erhielt das Album seinen unverwechselbaren Klang von Stéphane „Alf“ Briat, einem der dienstältesten Mitglieder des sagenumwobenen Air-Clans. Briat war seinerzeit auch verantwortlich für die Mischung einer der ersten Singles von Air und deren legendärem Album „Moon Safari“, das die Band zu internationalem Ruhm geführt hat. Dieses glorreiche Schicksal wünschen wir nun auch dem ersten offiziellen Air-Satelliten – Darkel.

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