Bis auf den Namen gibt es noch eine gehörige Gemeinsamkeit zwischen dem Sportwagenhersteller und dem musikalischen Quartett: Es flitzt. Und zwar geradewegs hinein in den Hörgang, von oben nach unten durch den ganzen Körper und mitten in die Fußspitzen. Damit ist eigentlich alles gesagt über die Band, die jeder zu kennen scheint, obwohl sie im Google alles andere als omnipräsent ist.

Delorian sind Spanier. Sie sind zu viert. Sie haben drei Alben. Das ist das magere Ergebnis einer einstündigen Recherche und jeder Menge Journalistenschweiß. Beim Titel der Platten beginnt es schon zu hapern. „Into The Plateau“ (2006) scheint wohl die bislang letzte Scheibe der vier Lichtgestalten zu sein. Ihre Myspace-Seite versteckt sich hinter der Ankündigung des neuesten Remix der Mystery Jets: „Half In Love In Elizabeth“ soll wohl „Half In Love With Elizabeth“ heißen. Was uns zum nächsten Problem führt. Sprachtechnisch schranzt der Vierer aus Barcelona zwar auf Englisch, Blog und Homepage kommunizieren die neuesten Infos aber nur in der Heimatsprache. Muchas Gracias!

Beim Blick auf die Fotogalerie findet sich eine weitere heiße Spur. „Delorean 2000 – 2008“, steht unter einem Bild geschrieben. Will sagen, die gibt’s schon länger als man denkt. Stiltechnisch also genug Zeit, um sich immer mal wieder um zu entscheiden. Von den Hardcore-Wurzeln über Postpunk bis Trance führt die musikalische Reise. Neues Album. Neues Genre. „We get bored really really really fast, that’s our main problem“, erklärt das Chamäleon auf acht Beinen. Mittlerweile ist man beim selbst betitelten „Breakhop“ angekommen: Trance, Ambient und Dubby Mood geben sich musikalisch die Klinke in die Hand. Heraus kommt besagter Sound, der Ohrmuschel und Fußgelenke gleichermaßen ins Wanken bringt. Da hat sich das Puzzeln doch gelohnt.

Delorean sind:
Ekki
Unai
Tomás
Igor

Jennifer Beck