“Ich bin ein Happy-End-Mädchen. Ich befasse mich mit sehr komplexen Themen, aber ich brauche eine positive Quintessenz, die ich daraus ziehe. Ewig unzufrieden zu sein ist für mich kein Weg.”

Mit 15 startete sie ihr Leben in der Musik. Damals gründete DIANE Weigmann mit drei guten Freundinnen in Berlin die Lemonbabies und sorgte für frischen Wind in der Popmusik aus Deutschland. Die Lemonbabies reiften innerhalb von vier Albumveröffentlichungen und ungezählten Konzerten im In- und Ausland zur professionell und musikalisch anerkannten Band, die von Anfang an ihre Songs selbst schrieb und ihren bis heute andauernden Respekt durch Glaubwürdigkeit und Authentizität erlangte.

Heute hat DIANE ihr bisher halbes Leben mit, in und für Musik gelebt und bereut keinen Tag davon. Ihr erstes Soloalbum kann sie schlicht Diane – das Album nennen, weil sie weiß was sie tut und weil es sonst nichts zu erklären gibt: „Das Album ist eine Folge aus dem, was bisher geschehen ist, und seine Entstehung ist für mich so natürlich wie das Wachsen meiner Haare. Es erzählt Geschichten aus meinem Leben, und es entstand, weil Musik zu machen für mich eine ganz selbstverständliche Sache ist.“ DIANE im Jahre 2005, das ist eine Frau, die ihre Gegenwart und ihre Möglichkeiten mit offenen Armen begrüßt. Die auf ihr Leben blickt und vor allem das Schöne daran sieht: Dass sie in der Lage ist, ihrer größten Leidenschaft – der Musik – nachzugehen. Dass sie wundervolle Freunde hat, auf deren Unterstützung sie sich voll und ganz verlassen kann, und zu denen auch immer noch die Lemonbabies gehören. Und dass sie die Erfahrungen machen konnte, die sie zu der Person gemacht haben, die sie heute ist.

„Ich habe in den letzten Jahren viel gelernt,“ so erklärt DIANE . „Zum Beispiel als Musikerin auch ohne den Lemonbabies-Verband auf eigenen Beinen zu stehen. Es gab einen Punkt, an dem mir bewusst wurde, dass es allein an mir liegt, Bewegung in die Sache zu bekommen.“ Ihr bestes Argument ist ihr Optimismus und DIANE s Angewohnheit, die Dinge positiv zu sehen. Etwa wie in der ersten Single Das Beste, einem unwiderstehlichen Liebeslied mit einem wahren Gänsehaut-Refrain und einem Text, der die menschliche Nähe feiert wie kein zweiter. Gern erzählt DIANE die Entstehungsgeschichte des Songs auch live: Wie sie in einer dieser Talkshows eine Frau gesehen hat, die erzählte, dass sie es nicht ertragen würde, am Morgen danach einen Typen bei sich im Bett zu sehen, mit all seinen Fehlern und Bartstoppeln. Deshalb wäre sie unfähig, in Beziehungen zu leben.

Da fiel mir auf, dass dieser Frau etwas fehlt, etwas ganz substanzielles. Und ich dachte: Mir fehlt das nicht. Ich hab das. Wie geil das ist: Ich weiß, dass Zufriedenheit im eigenen Kopf anfängt!“ Wohl darin liegt DIANE s Schlüssel zum Glück, der auch einer der Schlüssel zu ihren Liedern ist, die durchweg mit einer eigenen Leichtigkeit daherkommen, ohne im geringsten oberflächlich zu wirken. Denn DIANE sieht viel, wie jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht. Und Dinge, die sie erlebt oder die sie im Freundeskreis beobachtet, gehen nicht spurlos an ihr vorbei. Diese Einstellung bestimmt ihr Handeln. So rief sie im vergangenem Jahr ihren Bekannten Jan Plewka an, der mit seiner Band Zinoba auf Tour ging und begeistert von der Idee war, DIANE als Support mitfahren zu lassen. Diese Aufgabe bestritt sie ganz allein: DIANE und ihre Gitarre in der Hand. Und auch wenn die Unsicherheit in dieser Situation denkbar groß war, ihr Publikum wusste es zu danken. „Es ist ja eine ganz andere Geschichte, ob du mit einer Band, auf der Bühne stehst und die Last auf drei weitere Schultern verteilen kannst, oder ob du für alles selbst und allein einstehen musst. Aber die Resonanz der Leute und meiner Freunde war so positiv, dass mir klar wurde, dass ich das Album JETZT machen muss.

Statt also wie halb Europa im Sommer 2004 EM-schauend vor dem Fernseher zu verbringen, ging DIANE in das Freudenhaus-Studio ihres Freundes Patrik Majer und nahm zusammen mit ihrem Drummer und Produzenten Dog Keßler ihr Solodebüt auf. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Band und zahlreichen guten Freunden. Dass DIANE nach den Lemonbabies mit deutschen Texten weiter arbeiten würde, betrachtet sie ebenfalls als einen harmonischen Prozess, über den sie nicht lange nachdenken musste. „Ich habe ja schon während der Zeit mit den Lemonbabies viele Lieder auf deutsch geschrieben und vor allem in den letzten Jahren auch für andere deutsche Künstler komponiert und getextet.

Etwa vor drei Jahren legten die Lemonbabies eine Pause mit offenem Ende ein. Die Zeit nutzte DIANE , indem sie den sogenannten Popkurs, das sechswöchige Kontaktstudium für Popularmusik in Hamburg, belegte und sich, zurück in Berlin, ein Home-Studio einrichtete.

So bewegt sich DIANE ganz selbstverständlich in einem organisch gewachsenen künstlerischen Umfeld: Ob sie mit Acts wie Bosse, Winson, Toni Kater, Taitur oder ihrem Hero Moneybrother die Bühnen teilt, ob sie für andere Künstler schreibt – etwa ein wunderschönes Country-Duett für und mit Bela B. – oder Musik für Werbung und Film oder Fernsehen komponiert (z.B. mit Till Brönner zusammen den Titelsong zum KiKa-Magazin “Live”) – all dies sind für DIANE natürliche kreative Prozesse, die untrennbar zu ihrem Leben gehören. Von der Diskussion über den Status deutscher Popmusik zeigt DIANE sich unberührt: „Die Hypes oder Vorwürfe in bezug auf deutsche Popmusik stammen ja nicht von den Musikern selbst, sondern meist von den Vermittlern: Medien, Zeitungen, Plattenfirmen. Es gab schon immer deutschsprachige Musik, und es wird sie auch immer geben. Im Moment hat man das Gefühl, es gäbe mehr deutschsprachige Bands als früher. Das ist definitiv nicht so, man hört nur mehr über sie. In den 80ern gab es die NDW, aber danach gab es auch immer schon einen Jan Plewka, eine Bernadette Hengst, einen Michel Van Dyke und jetzt gibt es die Helden, Juli und Team Blender. Das alles sind Menschen, die Songs in der Sprache spielen, mit der sie aufgewachsen sind.

Mit ihrem Debüt Diane – das Album zeigt eine Songwriterin, wo sie jetzt steht – künstlerisch und in der Welt: DIANE , die nachdenkliche, die lebensfreudige und mutige, die sich immer wieder für ihre Sache begeistert. „Ein Freund hat mich mal die Jeanne D’Arc des Pop genannt, denn ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin der Popmusik. Pop ist in meinen Augen die wunderbarste Art, sich mit mir selbst, dem Leben, der Liebe und anderen Menschen auseinanderzusetzen. Ich habe die Möglichkeit, meinen eigenen Beitrag dazu zu leisten, und das ist etwas, wofür ich sehr dankbar bin.“

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