In Momenten, in denen man selbst am liebsten vor sich wegrennen möchte, bleibt die Musik, um einen herum, stehen. Durch das Internet ist man immer nur einen Klick davon entfernt das Lied zuhören, das einen wieder runterbringt oder noch mehr aufwühlt, denn Musik hat die Fähigkeit die eigenen Emotionen zu verstärken, Dinge wichtiger oder unwichtiger erscheinen zu lassen.

Die US-amerikanische Sängerin OSTON liebt Musik für eben jene Kraft:

„Ich finde es faszinierend, wie Musik den Alltag von Menschen verändern kann. Am Ende des Tages ist alles in unserem Leben mit Musik verbunden, seien es Emotionen oder einfach nur die Handlungen unseres Alltags.“

Schule der Emotionen

Doch nicht nur für den*die Hörer*in bedeutet Musik ein Ventil. OSTON erzählt:

„Für mich ist Musikschreiben wie eine Therapieform. Wenn ich nicht über etwas schreibe, dann kann ich es auch nicht bewältigen. Ich denke auch dass ich durch diesen Schreibprozess ein besserer Mensch werde (was auch immer besser heißen soll), denn wenn ich schreibe reflektiere ich natürlich nicht nur meine Erfahrungen, sondern auch die Version meines Ichs, die ich damals war und wie diese mit anderen Menschen umgegangen ist. Es ist verrückt, wenn man sieht, wie sehr wir die Welt mit unseren Emotionen beeinflussen können und ich glaube definitiv, dass Musik wie eine Schule der Emotionen uns die Feinheiten eben dieser zeigen kann.

Die Brücke zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit

Dieses Verarbeiten der eigenen Gefühle hört man OSTONS Musik an. Besonders ihre neue Single „Hurt like —“ überzeugt durch ihre rohe, stechende und zeitgleich so warm eindringliche Atmosphäre. Doch macht es OSTON nicht irgendwie Angst sich so verletzlich der Öffentlichkeit zu zeigen?:

„Für mich bildet Musik eine Brücke zwischen dem Privaten Ich und der Öffentlichkeit. Ich könnte niemals einem Fremden die Dinge, über die ich singe, einfach so erzählen, doch Musik macht dies möglich. Letzen Endes ist es ja auch genau dieses Gefühl bei Songs, die sich anfühlen als würden wir eine Tagebuchseite der*die Künstler*in lesen, die am Ende dieses Gefühl der Verbundenheit zwischen Künstler*in und Hörer*in produziert – und für diese Verbindung mache ich Musik.“


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