Die Dillinger Escape Plan Story ist durchaus erzählenswert. Die Jungs hatten zwar mehr Bandmitglieder als Veröffentlichungen (nämlich exakt 14), aber dafür haben sie einiges erlebt in mehr als zehn Jahren Bandgeschichte.
Die Geschichte nimmt ihren Anfang in den Suburbs von New Jersey, als sich Ben Weinman, Chris Pennie, Dimitri Minakakis, Adam Doll und John Fulton zusammenfanden um einfach ein bisschen Krach zu machen. Es ergab sich eine Mischung aus Hardcore, Industrial und Latein-Amerikanischen Einflüssen. Ihre erste EP aus dem Jahre 1997 trug den Bandnamen selbst, das erste Album den Titel “Calculating Infinity “. Die Scheibe sollte DEP auf ewig einen Platz in der Hall of Fame des Extreme Hardcores sichern, denn so technisch präzise und doch chaotisch brachial hatte vorher noch niemand die Wände des Genres eingerissen. Zusammen mit Faith No More-Sänger Mike Patton nahmen die Jungs 2001 eine bis heute rar gehandelte Session-EP namens “Irony Is a Dead Scene” auf und begleiteten ihn später auf der Tour seiner großartig durchgedrehten Mr.Bungle.
Es folgte ein imenser Verschleiß an Personal der Bassisten und Gitarristen, bis 2001 mit Greg Puciato auch ein neuer Sänger vorgestellt werden konnte. Anschließend tourten DEP mit System of a Down, was die Band endgültig auch in Europa bekannt werden ließ. Das erst zweite volle Album “Miss Machine” aus dem Jahre 2004 fügte den Hardcore, Metal und Punk-Elementen von DEP jene elektronischen Sounds und rafiniert improvisierten Free-Jazz-Teile hinzu, für deren Einführung abseits des Hardcores man heute immer noch gerne zu Unrecht The Mars Volta verantwortlich macht. Die Veröffentlichung von “Ire Works” von 2007 ging mit dem schmerzhaften Abgang von Gründungsmitglied Chris Pennie aus der Band einher, der sich fortan lieber Coheed & Cambria anschloss. Neuer Drummer des aktuellen Line-Ups wurde Gil Sharone, der bis dahin bei den Stolen Babies auf dem Hocker saß.

Samuel Jackisch

Dillinger Escape Plan sind:
Ben Weinman
Liam Wilson
Greg Puciato
Gil Sharone
Jeff Tuttle