DJ Spooky ist Musiker, Künstler, Autor und Hochschuldozent in einer Person. Hinter dem Pseudonym steckt der in Washington D.C. geborene Paul D. Miller. Bereits in seiner Jugend beschäftigte er sich mit Hip Hop und elektronischer Musik. So wundert es auch nicht, dass er Afrika Bambaataa und Pierre Boulez als sehr wichtige Einflussfaktoren auf seine Musik nennt.

Nach dem er sein Studium in französischer Literatur und Philosophie beendet hatte, widmete er sich verstärkt seiner Arbeit als DJ. Bereits sein Debüt-Album „Necropolis“(1996) sorgte für einigen Wirbel in der New Yorker Szene. Spooky prägte für seine Art von Musik den etwas schwammigen Begriff „illbient“. Festzuhalten bleibt, dass seine Musik über feste Genregrenzen hinaus wächst.
So findet man auf seinen Platten elektronische Spielereien, Jazz, Dub und Reggae gemeinsam vereint. Das 1998 erschienene „Riddim Warfare“ ist hierfür ein geeignetes Beispiel. Seine letzten Projekte „Drums Of Death“(2005) und das viel rezipierte Buch “Rhythm Science” verhalfen ihm zur weltweiten Bekanntheit. Zudem hat er auch noch einige beachtliche Kooperationen mit namenhaften Musiker wie Yoko Ono oder dem Wu-Tang Clan vorzuweisen. Spooky steuerte auch den Soundtrack zum preisgekrönten Film „SLAM“ bei.

Neben seiner musikalischen Laufbahn machte er auch als Künstler und Dozent für Musik an der European Graduate School von sich reden. Zudem veröffentlicht er regelmäßig wissenschaftliche Artikel in den Disziplinen Soziologie, Medienwissenschaft und Musik.