Endlich ist es soweit. Empty Trash, Deutschlands jüngste Sensation in Sachen international salonfähige Rockmusik, stehen mit ihrem Debütalbum in den Startlöchern. „Confession“ lautet der Titel des heißbegehrten Erstlingswerks der fünfköpfigen Band um Sänger und Mediendarling Max Buskohl. Das Durchschnittsalter des mit dem Bassisten Julius Casper Murke, den beiden Gitarristen Stefan Kull und Tim Schultheiss sowie Schlagzeuger Per Jacob Blut besetzten Quintetts liegt irgendwo zwischen achtzehn und neunzehn. So darf es nicht verwundern, dass die fünf Jungs aus Berlin den Heißspornen in ihnen freien Lauf lassen und einen Budenzauber veranstalten, bei dem die Amps bis zum Anschlag aufgedreht sind. Das Bekenntnis zum „straight rock“, wie sie ihr energiegeladenes und hochentzündliches Rock’n’Roll-Gemisch der Einfachheit halber nennen, erzeugt jedenfalls Rocksongs der Extraklasse. Mit der melodisch extravagant swingenden Single „Limited“ hatten Empty Trash allerdings schon vorab demonstriert, dass sie weit mehr drauf haben als alles niedermähende Geschwindigkeitsattacken, bei denen jeder Widerstand zwecklos ist. Die adretten Jungstars haben auch musikalisch Mass-Appeal und das ist gut so.

Erst auf Albumlänge werden die ungeheure Professionalität, die enorme stilistische Bandbreite und vor allem das Charisma ihres agilen Frontmanns vollends offenbar. Klar, „Confessions“ ist nicht mehr und nicht weniger als ein klassisches Rockalbum, aber was für eins. Auch Empty Trash wissen, dass sie das Rad nicht neu erfinden können, aber wofür Bands wie Blackmail und Beatsteaks einige Jahre und Alben gebraucht haben, gelingt Empty Trash hier auf Anhieb. Was für ein riesiger Performer Max Buskohl ist, hatte der sympathische Schlacks bereits bei seinen Auftritten in der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ unter Beweis gestellt, in die er Anfang dieses Jahres eher zufällig durch eine Wette mit einer Freundin geraten war. Als er dann kurz vor dem Finale ausstieg, weil ihm seine eigene Band wichtiger ist, schrieb er mit dieser so überraschenden wie konsequenten Entscheidung Fernsehgeschichte und sorgte wochenlang für heißen Diskussionsstoff in den Massenmedien. Gleichzeitig hatte das Enfant terrible mit diesem Schritt dafür gesorgt, dass Empty Trash plötzlich in aller Munde waren. Jetzt gilt es, dem riesigen Hype, der der jungen Band schließlich auch einen Vertrag mit EMI Music Germany eingebracht hat, gerecht zu werden und Taten folgen zu lassen.

Empty Trash, die ihre Klasse als Liveband bereits in diesem Sommer auf einer ersten Clubtournee durch Deutschland demonstriert hatten, sind auch im Studio zu einer mächtigen Einheit avanciert. Drei Wochen intensive Proben und noch einmal drei Wochen in einem Hamburger Studio haben genügt, um die zwölf Songs von „Confession“ unter Dach und Fach zu bringen. Vom Opener „Ring The Alarm“ an verbreiten die fünf fürwahr Alarmstimmung. Da sitzt jeder Riff, jeder Break und Max Buskohl wirft sich mit beeindruckender Vehemenz in jede Gesangsperformance. Von wegen Empty Trash, das ist der volle Luxus. Die dynamische Produktion und die immer wieder kongenial zündenden Tempowechsel in ihren Kompositionen zeigen eine erstaunlich ausgereifte Band, die unter den Fittichen des jungen schwedischen Produzenten Patrick Berger geradewegs aufgeblüht ist. Nicht zu unterschätzen ist auch die Rolle von Carl Carlton, dem Vater von Max. Der versierte Musiker, der schon mit internationalen Rocklegenden wie Robert Palmer, Herman Brood und Mother’s Finest arbeitete, unterstützt die Band seines Sohnes wo er nur kann und bringt als musikalischer Leiter seine ganze Erfahrung ein, von der die Newcomer spürbar profitieren.

Empty Trash haben natürlich ganz persönliche Präferenzen und Idole, denen sie weniger nacheifern, als dass sie sich ganz frei von ihnen inspirieren ließen. Songs wie „Ring The Alarm“, „Romance“ oder „Life’s A Tune“ streifen durch hochspannungsgeladene Kapitel der Rockgeschichte wie grelle Blitze durch ein Gewitter. Von AC/DC und Led Zeppelin bis hin zu den Foo Fighters Day und Queens Of The Stone Age reichen die möglichen Assoziationen, mit denen Empty Trash in bester Gesellschaft sind. Die älteren Songs wie „Garden Of The Growing Hearts“, „I Need“ und „Romance“ wiederum sind ein gutes Indiz, dass die Band schon früh eine ganz eigene Handschrift entwickelt hat. Dabei beherrscht Max den Drahtseilakt des fliegenden Stimmlagenwechsels in beeindruckender Perfektion. Wenn er seine Stimmbänder traktiert wie ein Berserker, hält er locker jeden Vergleich mit internationalen Shoutern stand. Ob er wie in dem explosiven „Dirty Habits“ an die heisere Hitzigkeit eines Sting heranreicht, die Worte so exaltiert dehnt und presst wie in dem Absturzdrama „Last Man In The Bar“ oder fast sinnlich intoniert wie in „I.M.B.T.I.W.R.T.P.“ (It’s My Bill That I Was Ready To Pay), stets gewinnt man den Eindruck, dass hier ein leidenschaftlicher Frontmann sein Herz bluten lässt. Und die falsettartigen Höhen, die er mit „Tell My Story“ erklimmt – dem einzigen balladenhaften Song des Albums – sind schon nahezu schwindelerregend.

Im Mittelpunkt fast aller Songs stehen Geschichten um Mädchen: Kleine Dramen wie „Ring The Alarm“, ein Plädoyer gegen die vorschnelle Vereinnahmung in frischen Beziehungen, aber auch selbstkritische Anmerkungen wie in „Dirty Habits“, wo sich Max selbst darüber zu wundern scheint, mit was er alles durchkommt. Konflikte in unterschiedlichen Beziehungen („Limited“) werden pointiert ausgelotet, zwischenmenschlichen Missverständnissen versucht er auf die Spur zu kommen („Tell My Story“). Flüchtigen amourösen Begegnungen, sei es die Erinnerung an einen heftigen Flirt während eines Italienurlaubs („I Need“), sei es an ein cooles Rendezvous in Los Angeles, bei dem man wie im Kinoklassiker „Before Sunrise“ die nächtliche Stadt gemeinsam durchstreift („L.A. Queen“), wird ebenso Raum geboten wie nostalgischen Erinnerungen. So ist „Garden Of The Growing Hearts“ eine Reminiszenz an geheime Plätze der Kindheit, die er zum größten Teil auf Lanzarote verbrachte. In den Songtexten von Max Buskohl, die er selbst als naiv bezeichnet, blitzt immer wieder der Romantiker hervor; ein Mädchenschwarm, der mitunter von Verlustängsten geplagt wird wie in „Confession“, wo er einen Alptraum verarbeitet hat.

Die Geschichte von Empty Trash beginnt vor etwas mehr als zwei Jahren. Max kehrt von seinem Internatsaufenthalt in Irland nach Berlin zurück und lernt an der Nelson-Mandela-Schule in Berlin Per kennen. Per spielt zu diesem Zeitpunkt noch in einer anderen Band, doch die beiden Teenager freunden sich an und beschließen, ihr eigenes Ding aufzuziehen. In Julius finden sie einen Gleichgesinnten, der vorher noch nie Bass gespielt hat, aber in kürzester Zeit seinen ganz eigenen Stil kreiert und wesentlich zu dem unkomplizierten Dynamosound von Empty Trash beiträgt. Nach ihrem Sieg im letzten Jahr beim Berliner Bandwettbewerb „Emergenza“ als beste Band der Stadt spielen Empty Trash einen Gig nach dem anderen. Allerdings müssen sie vorübergehend Julius am Bass ersetzen, der vier Monate lang zu einem Schüleraustausch in die USA geht. Anfang 2007 stößt der neue Gitarrist Tim hinzu, der nahtlos ins Bandgefüge passt und Max auch gesanglich unterstützt. Empty Trash sind endlich komplett und können nun richtig Gas geben.

Empty Trash bringen die besten Voraussetzungen mit, um das nächste große Ding zu werden. Sie sind jung, sie sehen gut aus und sie spielen sich den Teufel aus dem Leib. Mit „Confession“, das übrigens von keinem Geringeren als Hives-Produzent Pelle Gunnarfeldt kongenial abgemischt wurde, ist ihnen ein erstklassiges und höchst souveränes Debütalbum gelungen, das nicht nur in Deutschland beste Chancen hat, die Charts zu erobern. Empty Trash haben sich schließlich fest vorgenommen, als Band auch in anderen Ländern den Erfolg zu suchen. Zunächst wollen sie aber die Resonanz auf „Confession“ bei den deutschen Fans abwarten. Schon vor der Veröffentlichung am 23. November ist die Nachfrage riesig. Außerdem stehen ab November die ersten Termine für die nächste Deutschlandtournee an. Alle Zeichen stehen auf Sturm.

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Empty Trash sind
:
Max Buskohl (18, Vocals/Guitar),
Tim Schultheiss (17, Guitar/Vocals),
S. Felix Kull (18, Guitar),
Julius Caspar Murke (17, Bass),
Per Jacob Blut (17, Drums)