„Right Here Right Now“, „Praise You“, „Rockafeller Skank“, „Weapon Of Choice“…

…kennt jeder. Tausendfach gehört als auditive Unterstreichung von Filmsequenzen und Fernsehshows. Es scheint als ob Norman Cook, geb. Quentin Leo Cook, ein goldenes Händchen für den Soundtrack unseres Lebens hat. Eine favorisierte Stimmung kann man bei seinem zahlreichen Liedgut nur sehr schwer finden. In seinen hunderten Veröffentlichungen scheint er aber selbst bei den Remixes immer zu wissen, was das Ding tanzbar und unglaublich geladen macht!

Am 31. Juli 1963 wird der Schöpfer des sogenannten „Big Beats“ geboren. Sein Interesse gilt in jungen Jahren der Punkszene. Er lernt halbwegs das Bass-Spielen und setzt sich auch ab und zu an ein Schlagzeug. Als DJ soll er jedoch bekannt werden. In der Heimatstadt Brighton legt er regelmäßig bei der “Big Beat Boutique” auf und lässt dabei bis zu einer viertel Millionen Leutchen abtanzen. Mit der Modifikation bekannter Lieder hat er ebenfalls das Gefallen der Dancefloor-Fans auf seiner Seite, indem er Hip-Hop-, Trip-Hop- und Breakbeat-Spuren darüber mischt. Diese Sound-Experimente klingen aber immer richtig deftig und nicht, wie bei anderen Genossen, zu kitschig. So wurden schon Songs von den Beasty Boys und von Cornershop erfolgreich verändert. Hinter Beats International, Freak Power, Son of a Cheeky boy, The Mighty Dub Cats und Pizzaman versteckt sich Cook sogar höchstpersönlich. Und seit 1996 dann eben auch hinter Fatboy Slim.

Mit „Better Living Through Chemistry“ (1996) stellt er sich das erste mal unter diesem Namen vor. Im Zwei-Jahres-Takt schmeißt er dann die Folge-Platten „You’ve Come A Long Way, Baby“ (’98), „Halfway Between The Gutter And The Stars“ und Compilation „Greatest Remixes“ (’00), „Live On Brighton Beach“ (’02), „Palookaville“ (’04) und 2006 schließlich „The Greatest Hits: Why Try Harder” heraus. Von den unzähligen Singles und Bearbeitungen brauchen wir gar nicht zu sprechen.

Anton Windirsch