„…ein Begriff, der in den 1950er Jahren in den USA geprägt wurde. Er stand ein Jahrzehnt lang für junge, attraktive, moderne, selbstbewusste und begehrenswerte deutsche Frauen der 50er Jahre“, spuckt unser virtueller Schlaumeier Wikipedia aus, wenn man ‚Fräulein Wunder’ in die Tasten haut. Knappe 60 Jahre später sieht das Ganze schon ein wenig anders aus. Die vier hessischen Mädels, welche als gleichnamige Punk-Pop-Band, die vorher – wie dezent – Kackhaufen hieß, seit 2006 die deutsche Musiklandschaft lautstark aufmischen, setzen da weniger auf Understatement: Pinke Strumpi, Nietengürtel und alles was so ein Avril Lavigne-Verschnitt sonst noch dabei haben muss.

Mit Unterstützung des Musiksenders Viva klettern Chanty, Pia, Steffy und Kerstin mit ihrer 2008er Single „Wenn ich ein Junge wär“ direkt die Chartleiter hoch. Schrille Outfits und vulgär-rotzige Texte kommen an, bei Generation Tokio Hotel und Konsorten. Also erscheint im gleichen Jahr noch das selbst betitelte Debütalbum. Fräulein Wunder mit Netzstrumpfhose und E-Gitarre – Was hätten da wohl die Damen aus den Fünfzigern gesagt?

Fräulein Wunder sind:
Chanty – Vocals
Kerstin – E-Gitarre
Steffy – Bass
Pia – Drums

Jennifer Beck