Gackt ist ein japanischer Singer-Songwriter und wurde am 4. Juli 1973 in Okinawa, Japan geboren. Er ist auch unter dem Namen Gackt Camui bekannt (神威 楽斗, Kamui Gakuto) und benutzt insgesamt viele verschiedene Künstlernamen, zum Beispiel Camui M.S. Gackt.

Der Musiker begann seine Karriere als Sänger der japanischen Musikgruppe Cains:Feel und erlangte dann mit der Band Malice Mizer Bekanntheit. Seither verfolgt er seine Solokarriere. 2007 entschloss er sich, als Sänger der von Yoshiki initiierten Band Skin beizutreten.

Gackt behauptet von sich, am 4. Juli 1540 geboren zu sein, um eine Biografie aufrecht zu erhalten, die eines Mitgliedes von Malice Mizer würdig ist. Damit folgt er der Tradition des Visual Kei, eines Stils, dem die Band angehörte. Sein wahrer Geburtstag wurde bekannt, als er bei der Jougen no Tsuki-Livetour 2003 mitten im Konzert von seiner Band anlässlich seines 30. Geburtstages überrascht wurde. Sein bürgerlicher Name ist nicht bekannt.

Er kann eigenen Angaben zufolge Trompete, Tuba, Horn, Posaune, Piano, Gitarre, Schlagzeug und Bass spielen, sowie alle anderen Standardinstrumente eines Orchesters und die meisten traditionellen japanischen Instrumente. Von seinen Fertigkeiten an der Gitarre und am Klavier kann man sich bei seinen Auftritten überzeugen.

Gackt beherrscht Japanisch, Mandarin, nach eigenen Aussagen auch Französisch und Englisch. Zurzeit lerne er Koreanisch, Kantonesisch und Deutsch.

In seiner Autobiografie “Jihaku” sowie verschiedenen Interviews erzählte Gackt, er sei in Okinawa geboren. Seine Eltern, beide Musiker, seien ungewöhnlich streng und bestimmend gewesen. So wurde beispielsweise sein Fernsehprogramm auf nationales oder edukatives Programm beschränkt. Im Alter von sieben Jahren sei er beinahe im Meer von Okinawa ertrunken. Nachdem er gerettet wurde, habe er Halluzinationen gehabt, glaubte tote Menschen zu sehen, die dann und wann von seinem Körper Besitz ergriffen. Aus diesem Grunde sei er während seiner Jugend zweimal kurzzeitig in psychologische Behandlung gegeben worden.

Sein Interesse an Musik sei anfangs nicht sonderlich groß gewesen, denn die Eltern hätten ihn schon im Alter von drei Jahren zum Klavierspielen bewegt und strenge Regeln dafür aufgestellt. So habe er immer zwei Stunden vor dem Piano sitzen bleiben müssen, auch wenn er nicht spielte. Gackts Vorliebe wandte sich zunächst den Blasinstrumenten zu, als er seinen Vater Trompete spielen sah. Aufgrund der weichen Konsistenz seiner Zähne habe er aber von Blasinstrumenten ablassen müssen.

Im Alter von 17 Jahren habe es eine Wende in seinem Leben gegeben, da seine Mutter sagte, dass sie es bereue, ihn zum Klavierspielen gezwungen zu haben. Daraufhin hätte er sich dem Rock and Roll zugewandt. Diese Veränderung habe ihn dazu bewegt, Bandinstrumente zu lernen.

Karriere:

Cains:Feel

Gackt begann als Schlagzeugtechniker für ein Aufnahmestudio und als Schlagzeuger einer Schulmusikgruppe. Als der Sänger der Gruppe ausstieg und die Mitglieder nach einem Ersatz suchten, wurde Gackt von seinem bis heute besten Freund und damaligen Musikerkollegen You gebeten und überredet den Posten des Sängers zu übernehmen.

Malice Mizer

Gackts Popularität begann anzusteigen, als er der Visual-Kei-Band Malice Mizer im Oktober 1995 als neuer Sänger beitrat. Sein Beitrag an die Band brachte jene in eine neue Stilrichtung und verlieh ihrer Musik einen leicht romantischen Charakter. Während Gackts Zeit bei der Band hatte sie auch ihren höchsten Bekanntheitsgrad und brachte die Alben Voyage -sans retour- unter dem Bandeigenen Label Midi:Nette und ihr erstes und einziges mit einer Plattenfirma (Nippon Columbia) entstandenes Album Merveilles heraus.

Gackt verließ die Band 1999 nach Abschluss der Merveilles-Tour. Gackt schrieb in seiner Autobiografie, er sei von Malice Mizer auf Grund persönlicher, künstlerischer und finanzieller Differenzen gebeten worden, die Band zu verlassen, auch wenn er lieber Mitglied geblieben wäre.

Solokarriere

Das Verlassen der Band Malice Mizer läutete schließlich die Solokarriere von Gackt ein. Er begann mit einer kleinen Gruppe, welche sich GacktJOB nannte. Gackts Liveshows schließen häufig homoerotische Schauspielerei mit Mitgliedern dieser Gruppe ein.

Neben der Musik wurde Gackt in vielen Fernsehwerbungen gezeigt und veröffentlichte verschiedene Formate von Fanvideos, wie zum Beispiel Hero’s Hero.

Zudem schrieb er das Buch Moonchild: Requiem. Er arbeitete als Laufstegmodel seines Lieblingsdesigners Yoshiyuki Konishi, designte seine eigene Bühnenkleidung und Modelinie und eröffnete sein privates Restaurant, Tamaly Bar, welches nur für Freunde und Mitglieder des Fanclub Dears zugänglich ist.

Gackt war auch beteiligt am PlayStation 2-Spiel Bujingai, für welches er synchronisierte und Bewegungserfassung (motion capture) für den Protagonist des Spiels machte. Weitere Synchronisationen tätigte Gackt beispielsweise für den Charakter ‘Seiji’ aus dem Anime Shin Hokuto no Ken. Auch schrieb er das Endthema (Tsuki no Uta) für den Anime Texhnolyze und den Titelsong (Metamorphoze) für den Anime Z-Gundam, sowie den Endingsong („Redemption“) und den In-Game Song “Longing” zum Spiel Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus , in welchem er auch eine Rolle hat. Er spielt/verkörpert dort den geheimnisvollen Charakter Genesis, genannt „G“.Gackt is zu dem auch verstärkt als Synchronsprecher tätig und steuert neben dem Titel Song auch seine Stimme zum Online Spiel “DRagon Nest” bei.

Im Frühjahr 2010 wechselte Gackt sein Management und die Firma, indem er zur AVEX Group überging. Es wird vermutet, dass dieser Schritt einer Ausweitung seiner Auslandskarriere dienlich sein wird.

Am 1. Juni 2010 wurde bekannt gegeben, dass Gackt bereits im Juli desselben Jahres seine erste Club Tour durch Europa antreten wird. Wie vom Veranstalter berichtet wird, waren die Karten zu der Tour in vielen Orten bereits nach 30 Minuten ausverkauft und es gab erhebliche Serverprobleme.

Gackt wird außerdem zusammen mit dem Südkoreanischen Schauspieler Bae Yong Joon in der Sendung “Message! To Asia” auftreten. Dieser steht im Zusammenhang mit einem Programm für Kinderhilfe in Kambodscha und auf den Philippinen.

Text von Wikipedia Stand 07/2011. »Hier geht’s zum Original.