Am 1. April kommt “Greenberg” in die deutschen Kinos. Mit ein bisschen Glück gehören euch bald Kinokarten, Filmposter oder ein Soundtrack.

Seien wir ehrlich: In den letzten Jahren hat uns kaum ein Begriff so sehr geprägt wie das sogenannte „Multitasking“ – also die Fähigkeit, zwei oder mehr Dingen gleichzeitig zu erledigen, ohne dass dadurch ein Qualitätsverlust entsteht. Unsere Handys sind multitaskingfähig, unsere Autos, unsere Fernseher – ja sogar unsere Mikrowellen. Deswegen sollten wir es auch sein. Leider geht dabei nach und nach eine spezielle Fähigkeit verloren: Das konzentrierte Nichtstun. Wir machen so viele Dinge gleichzeitig, dass wir verlernt haben, einfach einmal nichts zu machen. Nur wenige Menschen besitzen noch dieses Talent. Einer von ihnen ist Roger Greenberg, die Titelfigur aus dem kommenden Kinofilm “Greenberg” – ein liebenswerter Loser und ein echter Profi im Nichtstun. Die folgenden zehn Punkte würden ihm sicher gefallen – Selbsttest dringend empfohlen.

1. Die Lebensmittel in der Küche alphabetisch ordnen. Einige Experten vertreten die Meinung, dass eine Buchstabensuppe nur dann schmeckt, wenn die Nudeln von A nach Z ins Wasser getan werden – einfach mal ausprobieren.

2. Zeit für die Körperpflege nehmen. Man muss nicht Homer Simpson sein, um in seinem Bauchnabel Flusen zu finden. Schon mal nachgeguckt? Und wann wurde das letzte Mal deine Nase gründlich mit dem Finger gesäubert?

3. Einen Pool mit Wasser füllen. Einfach mit dem Schlauch in der Hand daneben stellen. Gilt als subjektives Nichtstun, da es sich über Stunden hinzieht und das Wassergeplätscher meditativ wirkt.

4. Beschwerdebriefe verfassen. Genug ist genug. Es wird Zeit, dass sich der normale Bürger erhebt und sich gegen das Großkonglomerat der Unternehmen wehrt. Nicht umsonst heißt es: „Die Feder ist mächtiger als das Schwert“ – Ein Motto, das sicher Roger Greenberg als einer der ersten unterschreiben würde.

5. Den Weltrekord im „Nichtzwinkern“ aufstellen. Klappt am besten vor dem Spiegel. Nebenbei kann man übrigens fantastisch den Faltenverlauf im eigenen Gesicht studieren.

6. Maulwurf-Bingo spielen. Simpel und biologisch abbaubarr. Einfach deine Rasenfläche in Quadranten aufteilen und einen kleinen Hügelbauer darauf absetzen. Dann warten. Und warten. Und warten…

7. Mit der Straßenbahn fahren. Wenn möglich im Kreis. Und sich dabei über die armen Idioten kaputtlachen, die mit gehetztem Blick ihrer Haltestelle entgegenfiebern.

8. Türstreiche spielen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Opfer gibt es genug. Der Postbote, die Nachbarin, Pfadfinder oder das Highlight: GEZ-Kontrolleure. Absoluter Geheimtipp: Nach dem Aufstellen des „Nichtzwinkern“ Rekords mit etwas Erbsensuppe im Mund die Tür aufmachen und „Ich habe auf euch gewartet“ schreien.

9. Luftgitarre lernen. Bis heute hat es nur eine begrenzte Anzahl begabter Musiker bis zur perfekten Beherrschung dieses ungewöhnlichen Instruments geschafft.

10. Bewusst Musik hören. Nicht wie alle anderen, die mit Kopfhörern durch die Welt rennen und für die Musik dabei nur eine kurzweilige Ablenkung von der Außenwelt ist, die im schlimmsten Fall dafür sorgt, dass sie vom Bus überfahren werden. Nein, bewusst Musik hören, sich von ihr berühren lassen, wie es Roger Greenberg kann.

Greenberg – Trailer

Natürlich ist diese Top Ten nicht DIE Liste schlechthin, schließlich entwickelt jeder seine eigenen Techniken des Nichtstuns. Wer allerdings ein paar der obigen Vorschläge live sehen möchte, dem sei der neue Film „Greenberg“ mit Ben Stiller ans Herz gelegt. Ab dem 1. April 2010 lässt sich in den deutschen Kinos das perfektionierte Nichtstun bewundern – und das auf überaus sympathische und unterhaltsame Weise.

Hier gibt es insgesamt drei Freikarten, drei Poster und zwei Soundtracks zum Film abzustauben. Einfach das Formular ausfüllen und mit ein bisschen Glück gehört euch bald etwas davon.

 

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