Kämpferisch gibt sich Giant Drag Frontfrau Annie Hardy auf der eigenen Homepage: „Hi, i’m not dead nor has giant drag broken up (how does a band with one person break up? no seriously, how do i get out of my record deal?) so no need to send concerned emails. In an effort to reduce the number of emails in my inbox all asking the same questions i have decided to come bust some news, right in your face son.” Selbst ist schließlich die Frau. Und genau aus diesem Grund wird der Kopf auch nicht in den Sand gesteckt.

Grund für die immer eine und selbe Frage ist der Ausstieg von Schlagzeuger und Giant Drag Mitbegründer Micah Calabrese 2006. Dabei sollte man wissen, dass es sich bei dem genannten Projekt um ein Rockduo aus Los Angeles, Kalifornien handelt. Problematik verstanden? Aber der Reihe nach.

Hardy und Calabrese lernen sich 2001 auf einer Party von Freunden kennen. Beide verstehen sich auf Anhieb gut. Zusammen entschließt man sich, einen Band ins Leben zu rufen. Erfahrungen hatten beide aus vergangenen Gruppen gesammelt. Das erste Songmaterial stammt vorwiegend aus der Feder von Annie. Die ersten Tracks werden aufgenommen und dem wartenden Publikum präsentiert. Das war 2003. Dabei merken beide schnell, dass es auch zu zweit ganz hervorragend klappt, das Musizieren. Die erste EP „Lemona” wird auf den Markt gebracht. Danach ist erst ein mal Schluss. Micah steigt aus, um sich anderen Projekten zu widmen. Allerdings steigt er für die Aufnahmen des Debütalbum „Hearts And Unicorns“ 2005 wieder ins Giant Drag Boot ein.

2006 ist dann endgültig Schluss mit der freundschaftlichen Zusammenarbeit von Hardy und Calabrese. Dennoch macht Annie alleine weiter. Nach eigenen Aussagen soll das neue Werk ein Hybrid aus My Chemical Romance, Incubus und AFi werden. Kaum zu glauben, wenn man den stark an Pixies, My Bloody Valentine und PJ Harvey erinnernden Sound des Erstlings beachtet. Sei es so, wir warten gespannt auf neues Material.

Hans Erdmann