Allerfeinsten Stoner Rock bietet dieser Fünfer aus, na klar, Joshua Tree, Kalifornien, dem Mekka des Wüstenrock und dem legendären Rancho De La Luna-Studio gleich um die Wüstenecke.
Wir sind im Zentrum des amerikanischen Stonerrock, auch bei den Protagonisten: Kyuss-Veteran Johnny Garcia singt hier lieber als bei den inzwischen auf Eis gelegten Unida oder Slow Burn oder sonst wo, denn immerhin ist die Band schon zwei Alben und mehrere EP’s stark. Gegründet wurde sie von Orquesta Del Desierto-Bassist Dandy Brown, dieser holt Buddy und Supafuzz-Gitarrist David Angstrom hinzu, sowie Disengaged-Gitarrist Mike Callahan. Der Zunächst engagierte Afghan Whigs-Trommler Steve Earl ist nach einem Album von Chris Leathers abgelöst und in dieser Formation rocken Hermano die Muff’s und Wah Wah’s das es nur so dröhnt.
Die markanteste Stimme im Stonerbiz klingt hier so tight und befreit wie lange nicht mehr. Es entbehrt eigentlich jeden Versuchs diesen satten, kraftvollen Riffsound in Worte zu fassen, natürlich ist er einfach, man muss schon andere Wege gehen wie Josh Homme mit den Queens, um mehr Qualitätslob in der Kritikerwelt abzubekommen, aber innerhalb des engen Genres sind sie spielend leicht Vorreiter. Besonders schön: ihre Eigenart die Klopper live immer ein wenig langsamer und bekiffter zu spielen als auf Platte. Und die smooven Laid-Back-Nummern mit den verspielten Soli und der coolen Attitüde sind sowieso die Besseren, um sich Kraut rauchend und hitze- und wüstenimaginierend dem Sound hinzugeben.

Mauricio Quinones