Die Stimme ist unverkennbar, die Band jedoch nicht dieselbe. Aus zwei Bands der amerikanischen Art-Punk Szene wurde ein gemeinsames Projekt aus dem Boden gestampft. Von Jaguar Love ist hier die Rede.

 

Die ehemaligen Bandmitglieder von The Blood Brothers, Johnny Whitney und Cody Votolato, haben sich mit Jay Clark von den bekannten Pretty Girls Make Graves verbündet um eine „new rocking alliance“ zu bilden. Schien ja auch das Vernünftigste zu sein nach der Auflösung der alten Kombos. Die drei trauerten nicht lange, setzten sich zusammen und schrieben im Frühling 2007 schon fleißig Songs. Mit den fertigen Tracks in der Tasche ging es im Winter 2007 ins Studio um ein Debütalbum Ding fest zu machen. Über ihre eigentlichen Aufgaben innerhalb der Band hinaus, spielte Whitney in den Aufnahmen Klavier und Votolato steuerte ein gekonntes Bassspiel bei. Der eigentliche Kopf der Band war jedoch der Multi-Instrumentalist Clark, der für Schlagzeug, Bass und Keyboardsound verantwortlich war. Ausserdem überwachte er das Aufnehmen und Mixen des Albums im Seattle’s Two Sticks Audio Studio.

 

Dieses Ergebnis „Take me to the sea“ erschien im August 2008 bei dem Indie Label Matador. Natürlich lassen sich Wesenszüge der alten Bands nicht leugnen. Schon alleine Whitneys eigenwillige, fast anstrengenden Quitschstimme erinnert an The Blood Brothers und auch der Musikstil von Clark lässt immer wieder die Indietöne seiner alten Band Pretty Girls Make Graves anklingen. In manchen Songs haben sie eben ihre Vergangenheit nicht ganz zurück gelassen. Andererseits kann man auch markante Unterschiede feststellen. Die Musikrichtung ist nicht ganz so wirr und lässt sich eher in die Popschiene einordnen. Jaguar Love kreieren einfach ihre eigene Kunst. Die auch optisch in Form von Whitneys Klamotten Label Crystal City Clothing ein Zeichen setzt.

 

 

Jaguar Love sind:

 

Jay Clark – Schlagzeug/Bass/Keyboard

Cody Votolato – Gitarre/Bass

Johnny Whitney – Gesang/Piano

 

 

Steffi Hönig