Castingsshows sind aus dem heutigen Fernsehprogramm gar nicht mehr weg zu denken. Hauptsache die Fernsehmaschinerie liefert Stars und Sternchen am Fließband. Da läuft dann auch gerne mal eine Staffel nach der anderen und die Gewinner sind nach kurzer Zeit von der Bildfläche verschwunden. Stars werden hier meist nicht mehr geformt, eher Eintagsfliegen.
Kelly Brianne Clarkson hatte also noch Glück als eine der ersten den Titel einer Casting Show zu erwerben. So gewann die junge Texanerin 2002 die erste Staffel von „American Idol“, die amerikanische Version von „Deutschland sucht den Superstar“ ohne Dieter Bohlen.

Die damals 20-Jährige hatte vor der Show schon reichlich Erfahrungen mit dem Singen gemacht. In der High-School sang sie im Chor und bei Musicals mit. Nach ihrem Abschluss bewarb sie sich bei dem neuen erfolgversprechenden TV-Format und gewann prompt. Als Siegerin bekam sie einen Plattenvertrag bei RCA Records, die ihr Debütalbum „Thankful“ (2003) auf den Markt brachten. Ihr Style war klar vor gegeben, süßer Pop. Das blonde Mädchen von Nebenan kam gut bei den Amys an und ihr Album stieg auf Platz eins der US-Charts.
Kelly Clarkson war selbst nicht ganz zufrieden mit ihrem aufgebauten Image und distanzierte sich mehr und mehr von dem American Idol Konzept. Mit ihrem zweiten Album „Breakaway“ versuchte sie ihre Musik eher in eine rockorientierte Richtung zu lenken. Ihr drittes Album „My December“ erschien 2007. Insgesamt verkaufte die Sängerin 19 Milionen Alben weltweit.
Bei Kelly Clarkson hat also der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär, dank Massenmedien, quasi funktioniert.

Steffi Hönig