Von den Monty Pythons liehen sich Killing Joke nicht nur ihren Bandnamen, sondern auch die dazu gehörige Portion Humor aus. Wenn man diesen dann noch mit reichlich Rock versetzt entstehen solche Jahrhundert-Hits wie: “Love Like Blood”, die dann nicht nur jahrelang als Gassenhauer herumgeistern, sondern auch viele Musiker inspirierten wie The Cult, Ministry bis hin zu den Nine Inch Nails .

1978 treffen sich Sänger Jaz Coleman und Drummer Paul Ferguson und gründen Killing Joke. Dazu stößt Bassist Youth (Martin Glover Youth) und Gitarrist Geordie.

1979 erscheint die EP “Turn To Red” und wird auf Anhieb Szenehit und macht das finden eines Labels einfach: sie landen zunächst bei Island Records, können aber alsbald ihr eigenes Label auf die Beine stellen: Malicious Damage.

1980 erscheint in ihrem eigenen Label ihre Single “War Dance”, die der Band sogar ein Engagement im Vorprogramm von Joy Division einbringt, wenige Wochen bevor deren Sänger Ian Curtis seinem Leben ein Ende setzt.

1981erscheint endlich das selbstbetitelte Debutalbum und begeistert mit dunklen, Grooves und psychedelischem Klangbild.

Nach dem 1982er Album “Revelations” offenbart Frontmann Coleman der Band, dass der Weltuntergang kurz bevor stünde und er die letzten Tage der Welt in Island zubringen möchte. Auch Youth und Ferguson verfallen der okkulten Logik ihres Frontmannes und machen sich auf nach Island.

1983 existiert die Erde nach wie vor, also kann man auch weiter musizieren befinden die Bandmitglieder: sie treffen sich in London, wo “Fire Dances” entsteht.

Ab 1985, nach der VÖ des Albums “Night Time” und der bereits erwähnten Hitsingle “Love Like Blood” wird es in den nächsten Jahren ruhig um die Band und im Anschluss an den viel gelobten Longplayer “Extremities, Dirt & Various Repressed Emotions”, auf dem Martin Atkins (Ex-Public Image Ltd.) an den Drums debütiert, zerfällt die Band 1990.

Sänger Colemanstudiert in Leipzig und Ägypten orientalische Musik, zieht 1992 nach Neuseeland, wo er als Komponist für das Auckland Philharmonic Orchestra arbeitet und verfolgt allerlei Soloaktivitäten. Bassist Youth gründet das Goa-Trance-Label Dragonfly und betätigt sich nebenbei als Produzent von The Verve.

2003 sind Killing Joke wieder da: Neben den Gründungsmitgliedern Coleman, Youth und Geordie sitzt auf “Killing Joke 2003” mit Dave Grohl ein bekennender Killing Joke-Fan an den Drums. Der Produzent ist dabei kein geringerer als Andy Gill, der auch schon Gang Of Four oder den Red Hot Chili Peppers den letzten Schliff verpasst hat.

Oktober 2007: Der ehemalige Killing Joke-Bassist Paul Raven, verstirbt unerwartet an einer Herzattacke im Alter von 46 Jahren.