Seien wir mal ehrlich: Uruguay ist eigentlich ganz okay. Auch wenn dem Land in Südamerika für immer der Homer Simpson-Gag nachhängen wird: Als er einen Globus nach Australien absuchte, stieß er auf Uruguay und freute sich sichtlich darüber, gerade ein Land gefunden zu haben, das „U R GAY“ heißt.

Doch das Land brauchte deswegen noch lange keine ärztliche Hilfe, eher umgekehrt: 1995 fängt die Geschicthe von La Vela Puerca an, die dann von den Ärzten als Hilfe herangeholt wurden. Denn in Deutschland machten sich La Vela Puerca vor allem dadurch einen Namen, als sie auf einer gemeinsamen Tour Die Ärzte supoprteten. In ihrer Heimat gelten La Vela Puerca als Aushängeschild des Ska, sie füllen die großen Hallen in Südamerika, weshalb sie vorsichtshalber doch ärztliche Hilfe anforderten, auch wenn es gar nicht nötig gewesen wäre. Aber, man glaubt es kaum, die Ärzte waren Support-Band in Südamerika für La Vela Puerca. Regionale Bekanntheitsunterschiede gibt es nämlich wirklich.

Ab 1999 hatten die Ska-Aushängeschilder auch ihre eigenen Schilder in Deutschland, wenn auch nur in den CD-Regalen der deutschen CD-Regale. Dennoch veröffentlichten die Jungs aus Uruguay vier Alben, auch wenn ihr Name in Deutschland erst wachsen musste.

Dabei geholfen haben sicherlich auch die zahlreichen Konzerte, die sie auch zu diversen Festivals führten, was ihren bekanntheitsgrad steigerte. 2007 erschien dann „El Impulso“, der „U R GAY“-Ruf ist mittlerweile wahrscheinlich vergessen und wenn man jetzt an Uruguay denkt, lacht man nicht mehr über Homer Simpsons Dummheit, sondern über Lebensfreude im Stile von La Vela Puerca.

Tim Kollande