Lychee Lassi klingt eigentlich nach einem leckeren indischen Gericht, süß-sauer bis scharf. Nur befinden wir uns hier nicht irgendwo in Südasien, sondern in der Berliner Underground Musikszene. In der Haupstadt Deutschlands versteht man unter Lychee Lassi eine bekannte Formation vierer Musiker, die sich seit 1998 in experimentellen Soundgefilden herum treiben. Die Zutaten bestehen aus klassischem Jazz, einer Hand voll Elektro und einer Prise Hip Hop Beats. Fertig ist der aktuelle kulinarische Sound Berlins. Verrückt, wirr und vor allem einzigartig.

Das hinter diesem neuartigen Konzept ein alt bekannter Name steckt, hatte zu Beginn auch keiner gedacht. Dj Illvibe, seines Zeichen Platten-Scratcher bei Seeed, verbirgt sich mit den anderen Künstlern Roy, Beat und Berger hinter dem geschmackvollen Namen. Zusammen experimentieren sie sich durch musikalische Rezepte und verschiedenste Klang-Genüsse.
„Speed“
war 2000 die erste EP, von der gierige Fans nicht genug bekommen konnten, wodurch die Scheibe mittlerweile nicht mehr zu haben ist. Das Selbe gilt für die nachfolgenden Scheiben „ALONZO MOSLEY EP“ , das Debütalbum „Kap Horn“(2001) und „Lychee Lassi – Bastards“(CD). Das Publikum war vor allem auch von den freaky Live-Shows des ungewöhlichen Quartetts angetan, so dass die Fans seither auf den Konzerten die DVD „Lychee Lassi – Watch the K foundation burn a million Quid“ ersteigern können.
Mit dem Live-Album „Live in Hamburg 2006“ kamen noch mehr Auftritte auf den Tisch, sowie neue Songs auf dem Studio-Longplayer „Out Now“(2006).

Lychee Lassi also bestens zu empfehlen für Leute mit großem Musik-Hunger. Wessen Magen nach so viel künstlerischer Kreativität immernoch knurrt, ist selber schuld und sollte seiner Speisekarte wohl doch eher einen Standard-Pop-Döner aus den Chartsbuden beifügen.

Lychee Lassi sind:

Dj Illvibe – Plattenteller
Roy – Schlagzeug
Beat – Bass
Berger – Gitarre

Steffi Hönig