Viele Künstler erklären, sie würden für ihre Kunst leiden. Die Gründungsmitglieder von Madina Lake haben für ihre Kunst dem Tod quasi ins Auge geblickt, haben sich durch Schützengräben gekämpft, auf gemahlenem Kuhfleisch rumgekaut, Maden gegessen und wurden schließlich sogar ins Krankenhaus eingeliefert – und das alles im Namen des Rock n Roll! Doch dazu später mehr…

Ein Jahr bevor sie sich im Krankenhaus von ihrem Abenteuer erholten, hatten sich die Zwillinge Nathan (Vocals) und Matthew Leone (Bass)  – beide spielten bereits zuvor in einer Band namens “The Blank Theory” – mit Gitarrist Mateo Camargo und Schlagzeuger Daniel Torelli zusammengeschlossen. Zwei Musiker, die die Vision der Geschwister teilten, von Popkultur und Hard Rock inspirierte, eingängige Songs mit Message zu schreiben. Und so gründeten sie Madina Lake, benannt nach der fiktiven Stadt einer Geschichte, die in den 50-er Jahren spielt und Matthews Feder entsprungen ist. Die Stadt wird in ihren Grundfesten erschüttert, als das beliebte Society-Girl Adalia auf mysteriöse Weise verschwindet.

„Madina Lake is a microcosm of what’s happening in America today,” erklärt Nathan. „Everyone wants to be famous and everyone wants to live louder than everyone else.”

Sich mit den Konsequenzen der sozialen Fixierung auf Themen wie Popkultur oder Materialismus zu beschäftigen, klingt vielleicht ein wenig kopflastig für eine Rock Band, aber Madina Lake schicken sich keineswegs an zu predigen oder gar negative Stimmung zu verbreiten. Vielmehr liefern sie ihre Message mit einem verblüffenden Sinn für Popmusik und Humor.

Angestachelt von ihren Freunden bewarben sich die Leone Brüder für einen Auftritt in der Zwillings-Folge der U.S. amerikanischen Sendung ‚Fear Factor’ und wurden prompt engagiert. „The producers asked us ‘Why do you want to be on the show?’” erinnert sich Nathan. „We were like ‘We don’t. We’re not athletic types, we’re skinny little rock dudes!’ I guess they liked that we didn’t care.“

Sie nahmen die ‚Fear Factor’ Herausforderung an und in der Hoffnung, die 50.000 US Dollar Preisgeld zu gewinnen, um ihre Karriere als Musiker zu starten, mussten sich die Brüder aus einem Helikopter abseilen und geriebenes Kuhfleisch essen während sie sich durch einen Schützengraben quälten. Obwohl sich beide eine üble Infektion einfingen, die sie beinahe umbrachte, ward ihr Ehrgeiz ungebrochen und sie gingen schließlich als Sieger hervor. Nachdem sie sich erholt hatten, wurde das Preisgeld umgehend in Mikrofone und einen Tourbus investiert, ein Demo wurde aufgenommen, Shows wurden gebucht und prompt folgte der Deal mit Roadrunner Records.

Die Band begab sich nach Los Angeles, um zusammen mit Mark Trombino ihr Debütalbum „From Them, Through Us, To You“ aufzunehmen. Trombino, der bereits mit so bekannten Namen wie Jimmy Eat World, Motion City Soundtrack, Finch und Blink 182 zusammengearbeitet hatte, erwies sich als die perfekte Wahl, als es darum ging, den Upbeat Pop Sound von Madina Lake einzufangen und dabei den starken Gehalt der Songs zu bewahren. „From Them, Through Us, To You“ kommt mit subtil-mitreißenden Refrains und ergreifenden Shoutings brillanter Lyrics aus den Lautsprechern gedonnert. Der Opener „Here I Stand“ beginnt mit einer feinfühligen Einleitung bevor die heftigen und schnellen Gitarren losbrechen. „At first listen it sounds like it’s about losing a girl and being bummed about being alone,” sagt Nathan. „It’s really about what you do if you might not be able to realize your dream. How do you live your life?”

Die erste Singleauskopplung des Albums „House Of Cards“, überzeugt mit treibendem Beat und gequältem Gesang, der Geheimnisse preisgibt wie „I´m afraid to be alone / I’m afraid that one day you’ll find out.” Laut Nathan geht es in dem Song um „people who keep a million secrets. No one will admit it, but if you pry a little you’ll find out the weirdest things about people.”

Und obwohl viele der Songs, die die Geschichte von Madina Lake erzählen und letztendlich doch von Menschen oder der Gesellschaft im Allgemeinen handeln – wie etwa „River People“, ein Song, in dem es um Integrität geht – hat die Band keine Angst davor, wirklich persönlich zu werden wie etwa bei „Me vs. World“. Unterlegt mit dunkler Musik heißt es im Text „feeling completely outcast, alone, and not understanding how the world works and why people don’t feel the same as you.“ Es geht um der Zwillinge Verlust der Mutter und über den Kampf des Erwachsenwerdens.

„We’re not going to be afraid to talk about what we believe,” so Nathan. „We don’t put constraints on ourselves. We want to carve a brand new path and do our own thing.”

Und offensichtlich hört die Welt zu. Bis heute haben Madina Lake über 120 Shows in der kurzen Zeit von zehn Monaten gespielt. Sie verkaufen jeden Abend rund 100 Exemplare ihrer EP und haben sich durch Foren wie Myspace eine loyale Fanbase erarbeitet. In den USA haben die Jungs die Bühne mit Bands wie 10 Years, Halifax, Red Jump Suit Apparatus geteilt und spielten in England mit Paramore, Cute Is What We Aim For und Gym Class Heroes. Zum U.S. Release ihres Albums werden sie mit Halifax auf Tour sein und wir hoffen, dass wir die Jungs hierzulande spätestens kommenden Herbst bewundern können.

Madina Lake sind:
Nathan Leone
Mateo Camargo
Matthew Leone
Daniel Torelli

promo@roadrunner records