Megadeth gehören zu den bekanntesten Vertretern des Bay-Area-Thrash-Metals der 80er und 90er, und nein, liebe Leverkusener, nicht BayArena-Thrash-Metal! Wem Bay-Area-Thrash-Metal nix sagt, der hat durch irgendeinen komischen Zufall nie etwas von Exodus, Metallica oder Slayer gehört.

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Oh, jetzt hat es „Klick“ gemacht! Dann können wir ja fortfahren. 1983, Metallica waren kurz davor, „Kill ’em All“ aufzunehmen, wurde Dave Mustaine bei metallica durch den Exodus-Gitarristen Kirk Hammett ersetzt. Aus diesem Grund gründete Mustaine mit David Ellefson, Kerry King (Slayer) und Lee Rash die Band Megadeth. Bevor aber die Aufnahmen zur ersten Platte „Killins Is My Business…And Business Is Good“ (1985) anfangen konnten, verließ Kerry King die Band wieder in Richtung Slayer, Chris Poland war nun neuer Megadeth-Klampfer. Mit einen neuen Schlagzeuger (Gar Samuelson) wurde bereits 1986 das zweite Album veröffentlich: „Peace Sells…But Who’s Buying?“. Die Platte verschaffte megadeth einen Vertrag mit Combat Records, die fortan ihre Werke weltweit vertreiben sollten.

Mit „So Far, So Good…So What!“ erschien 1988 das dritte Album, mittlerweile waren nur noch Mustaine und Ellefson von der Ur-Besetzung übrig geblieben. Mit Jeff Young und Chuck Behler fand man Ersatz an Gitarre und Schlagzeug. Zwei Jahre später steig Marty Friedman mit seiner Gitarre ein, gefolgt von Nick Menza, zuvor Roadie von Megadeth, nun Schlagzeuger. Diese Besetzung sollte nun bis 1998 halten und die größten Erfolge einfahren. Mit „Rust in Peace“ waren Megadeth übernacht bekannt geworden und standen plötzlich mit Judas Priest auf einer Bühne.

1992 folgte dann „Countdown To Extinction“, das kommerziell erfolgreichste Album, mit Songs wie „Symphony of Destruction“. Weitere zwei Jahre später musste man warten auf „Youthanasia“, eine eher langsame, melancholische Platte, die trotzdem von den Fans gut aufgenommen wurde. Die Erfolge blieben dann mit „Cryptic Writings“ (1997) jedoch aus, obwohl es vor dem Fans recht gut ankam.

Nick Menza verließ aufgrund eines Knie-Tumors 1998 die Band, Jimmy de Grasso ersetzte ihn. Mustaine und de Grasso kannten sich bereits vom Projekt „MD.45“. „Risk“ erschien 1999 und gilt als erfolglosestes Album der Megadeth-Geschichte. Die band wollte radiotauglicher werden, wurde aber Ur-Fan-untauglicher. Marty Friedman verließ die Band vor der Veröffentlichung von „The World Needs A Hero“ im Jahre 2001, um in Japan Popmusik zu produzieren. Ersetzt wurde er durch Al Pitrelli von Savatage.

Mustaine löste Megadeth 2002 auf, die Ärzte meinten, er könne mit seinem linken Arm nicht mehr Gitarre spielen. Ellefson veröffentlichte ein Buch und arbeitete mit Soulfly an deren Platte „Prophecy“ und Menza gründete „Lifa After Deth“
2002 löste Mustaine die Band auf, da seine Ärzte zum damaligen Zeitpunkt der Meinung waren, dass er aufgrund einer Verletzung des linken Armes nicht mehr Gitarre spielen könnte. David Ellefson veröffentlichte für angehende Profi-Musiker ein Buch über das Musikbusiness und arbeitete am Soulfly-Album “Prophecy” mit. Nick Menza gründete “Life After Deth” (als “Denkzettel” für seine Zeit nach Megadeth gedacht).

Zwei Jahre später kam es aber schon zur großen Reunion. Es erschienen zunächst Remixe von alten Songs und dann ein Comeback-Album namens „The System has Failed“, ein sehr melodiöses Album, welches an „Rust in Paece“ anknüpft. Die Band ging erneut auf Tour, veröffentlichte ein Best of und eine DVD, um dann ein weiteres reguläres Studioalbum auf den Markt zu bringen, nämlich 2007 – United Abominations.

Tim Kollande