In den 70er Jahren sind die New York Dolls Vorreiter der Glamrock- und Punk-Bewegung. Aufgrund von Drogenexzessen löst sich die Band auf um fast 30 Jahre später zurückzukommen.

1972 gründen Frontmann David Johansen und Gitarrist Johnny Thunders die Band New York Dolls. Bassist wird Arthur Kane. Der zweite Gitarrist Rick Rivets verlässt nur ein Jahr nach Bandgründung die Gruppe. Noch im selben Jahr stirbt Schlagzeuger Billy Murcia während einer England-Tournee an einer Überdosis Heroin. Bei den Aufnahmen zum ersten Album sitzt bereits der zweite Schlagzeuger Jerry Nolan an den Trommeln.

Zu Beginn tritt die Band hauptsächlich in New York auf, dort geben sie energiegeladene Shows in schrillen Kostümen, mit hochhackigen Schuhen und Strumpfhosen. Sänger Johansen tritt oft als Greta Garbo verkleidet auf oder behängt sich mit großen Ketten.

1973 veröffentlichen die New York Dolls ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Ein Jahr später den Zweitling „Too Much Too Soon“. Zwar touren die Jungs fleißig und haben auch Auftritte in Fernsehshows, jedoch bleibt der kommerzielle Erfolg aus. Die Drogenexzesse von Schlagzeuger Jerry Nolan und Gitarrist Johnny Thunders schaden der Band immer mehr, bis beide 1975 die Band verlassen. Die übrig gebliebenen David Johansen und Sylvain Sylvain treten mit wechselnden Musikern noch bis 1977 weiterhin als New York Dolls auf. Danach trennt sich die Band.

In den Jahren der Trennung versterben 1991 Thunders und Nolan an ihrer Drogensucht. Auf Drängen des britischen Sängers Morrissey gibt es 2004 eine Wiedervereinigung der New York Dolls. Von den Gründungsmitgliedern sind nun nur noch Sänger David Johansen und Bassist Arthur Kane dabei. Sie geben zwei Konzerte auf dem Meltdown Festival in London, die später auf DVD veröffentlicht werden. Noch im selben Jahr stirbt Bassist Arthur Kane an Leukämie.

Mit neuer Besetzung veröffentlichen die New York Dolls 2006 nach 32 Jahren ihr drittes Studioalbum „One Day It Will Please Us To Remember Even This“. Nach einer Live-CD 2008, folgt 2009 das vierte Studioalbum „‘Cause I Sez So“.