Im Vorfeld der Veröffentlichung ihres sechsten Albums “Don’t Believe The Truth” stehen Oasis wieder einmal auf dem Prüfstand. Können die Gallaghers, mit frisch implantierten Beatles-Genen und “der besten Besetzung der Bandgeschichte”, endlich wieder Hymnen schreiben? Wir sprachen mit einem extrem unterhaltsamen und auskunftsfreudigen Noel Gallagher über den langwierigen Entstehungsprozess des Albums, das nach wie vor schwierige Verhältnis zu seinem Bruder und einen von ihm erkannten, akuten Hygiene-Notstand bei Ex-Libertines-Frontmann Pete Doherty.

Noel, euer neues Album heißt “Don’t Believe The Truth”. Welche Wahrheit ist es denn, die wir nicht glauben sollen?
Die so genannte Wahrheit in den Massenmedien. Ich denke, es gibt nur eine Wahrheit und das ist deine eigene. Alles andere unterliegt heute gezielter Fehlinformation und Irreführung, man sollte also nicht glauben, was über das Internet und die Presse kolportiert wird. Es macht zudem den Eindruck, dass es kaum noch Journalisten gibt, die an Wahrheitsvermittlung interessiert sind, sie alle scheinen nur noch die Interessen der Mächtigen zu vertreten. Ich meine, wenn die mächtigste Nation der Welt es sich erlauben kann, die Vereinten Nationen zu belügen und damit durchkommt, und das dann auch noch im Namen Gottes geschieht, dann denke ich, ist das eine Form von Wahrheit, die man nicht glauben sollte, meinst du nicht?

Ihr habt beinahe zwei Jahre an dem neuen Album gearbeitet, aber zuletzt seid ihr dann doch sehr schnell fertig geworden. Was ist falsch gelaufen mit den Death In Vegas-Jungs, die ihr anfangs als Produzenten gebucht hattet?
Man kann nicht sagen, dass irgendetwas falsch gelaufen ist. Aber als wir am Ende der ersten Sessions die Resultate hörten, stellten wir fest, dass diese Songs schlicht nicht gut genug waren, um auf einem Oasis-Album zu sein. Das Argument war, dass die Death In Vegas-Leute sich der Musik eher über den Sound und die Atmosphäre nähern. Uns aber geht es ausschließlich um gute Songs. Die Vibes waren gut, aber die Songs eben nicht. Es hat einfach nicht funktioniert. Also habe ich gesagt: “Kommt Jungs, lasst uns ein paar neue Nummern schreiben”, und das haben wir dann getan.

Der Grund, warum ihr bei der zweiten Recording-Session mit einem anderen Produzenten, nämlich Dave Sardy, gearbeitet habt, war also der, dass ihr eine andere Herangehensweise bevorzugt als Death In Vegas?
Wir wollten jedenfalls nicht unter denselben Voraussetzungen wieder beginnen, unter denen es beim ersten Mal nicht geklappt hatte.

Generell gab es eine Menge Gerüchte im Vorfeld der Veröffentlichung. So hieß es unter anderem, dass ihr auf den ursprünglichen Plan, ein Doppelalbum zu veröffentlichen, verzichtet habt, um euerer Plattenfirma, kurz bevor der Vertrag ausläuft, nicht zuviel Material zu überlassen. Stimmt das?
Ja, das ist wahr.

Aber ist es nicht so, dass man als Künstler immer das bestmögliche Album machen sollte, unabhängig davon, wo es veröffentlicht wird?
Aber es ist das beste! Wir hatten zwar genug Material für ein Doppelalbum, aber das, was nun veröffentlicht wird, ist definitiv das bestmögliche Oasis-Album zu diesem Zeitpunkt.

Es ist also nicht so, dass ihr der Plattenfirma den Ausschuss überlassen habt, um die Sahnestücke später selber herausbringen zu können?
No, no, no! Die Songs, die wir zurückgehalten haben, sind zwar gleichwertig mit denen, die ausgewählt wurden, aber bestimmt nicht besser.

Angeblich habt ihr ja 66 Songs aufgenommen, in welcher Form plant ihr diese zu veröffentlichen?
Ich denke nicht, dass jeder einzelne dieser 66 Songs gut genug ist. Von den 66 sind vielleicht 25 richtig gut. Aber ich habe keine Ahnung, wann und wie wir das veröffentlichen, oder ob wir es überhaupt tun. Einige von ihnen müssen wir vielleicht noch ein bisschen überarbeiten.

Bei so einer Fülle an Material kann ich mir vorstellen, dass die Auswahl nicht leicht war…
Das Gegenteil ist der Fall. Wir liegen musikalisch alle ziemlich auf einer Wellenlänge, deshalb war es sehr leicht – die Songs haben sich praktisch von selbst ausgesucht. Wenn ich dir die 66 Songs vorspielen würde, bin ich sicher, du würdest dieselben Nummern auswählen, die jetzt auf dem Album sind.

Es macht den Eindruck, als wäre das Hauptkriterium bei der Auswahl gewesen, ein in sich stimmiges Gesamtbild zu erhalten. So sind es nicht so sehr einzelne Songs, die herausragen – ein neues “Wonderwall” sucht man auf der Platte vergebens – sondern die Platte in ihrer Gesamtheit überzeugt.
Wir haben uns eine Menge Zeit für alles genommen. Nach dem Fehlstart mit Death In Vegas haben wir konzentriert und sehr produktiv an der Platte gearbeitet. Ich denke heute, je mehr Zeit man sich für eine Platte nimmt, um so besser klingt sie.

Habt ihr denn das Sequenzing zusammen festgelegt, oder entscheidest du solche Dinge alleine?
Unter uns gesagt läuft es folgendermaßen: Ich treffe die Entscheidungen alleine und gebe den Anderen dann den Glauben, wir hätten es gemeinsam gemacht – wenn du verstehst, was ich meine.

So ähnlich läuft es wohl auch, wenn es darum geht, wer welche Nummern singt, oder?
Exakt, das ist alles eine Frage der richtigen Psychologie (lacht nicht). Liam muss man das Gefühl geben, dass er sich frei entscheiden kann, was er singt, sonst kriegt er schlechte Laune. Er hat zum Beispiel versucht “Mucky Fingers” zu singen, und das hat nicht funktioniert. “Lyla” aber klang bei ihm besser als bei mir. “Part Of The Queue” mag er nicht, also hätte er es nicht singen können. Und bei einem Song wie “The Importance Of Beeing Iddle” war mir von Anfang an klar, dass er nichts für Liam ist.

Nein, das ist ein typischer Noel und – nebenbei gesagt – mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album.
Meiner ebenfalls, danke. Ich dachte übrigens eigentlich, dass “Mucky Fingers” optimal für Liam wäre, aber er hat das Feeling des Songs nicht ganz getroffen.

Auf dem neuen Album benutzt ihr erstmals wieder das alte Neunzigerjahre-Logo. Hat das eine symbolische Bedeutung, von wegen “back to the roots”?
Das Logo, das wir seit 1999 benutzt haben, hat uns eigentlich nie gefallen. Es sollte damals den Aufbruch ins neue Jahrtausend symbolisieren – was für ein Schwachsinn, im Nachhinein. Das war modernistischer Schrott und unser altes Logo ist fantastisch!

Vor einiger Zeit hast du von einem Song namens “Stop The Clocks” gesprochen, der angeblich der beste sein sollte, den du je geschrieben hast. Jetzt ist die Nummer nicht einmal auf dem Album. Was hat es damit auf sich?
Ich bin immer noch der Meinung, dass das ein großartiger Song ist. Ich habe nur noch keine zufriedenstellende Version davon aufgenommen. Ich hatte sechs komplett verschiedene, und keine von ihnen wurde dem Thema wirklich gerecht. “Stop The Clocks” ist aber zu gut, um so zu enden. Aber ich bin mir sicher, dass ich es eines Tages schaffe, den Song rund zu machen und dann wird er auch veröffentlicht.

Welches ist dein Lieblings-Oasis-Album?
Das ist “Definitely Maybe”, weil dieses Album mein Leben verändert hat. Danach kommt dann direkt das neue und danach “Heathen Chemistry”.

Nicht “(What’s The Story) Morning Glory”?
In der Form, in der es vorliegt, war ich mit “Morning Glory” nie zufrieden. Wir hatten zehn Jahre, okay, nicht zehn Jahre, aber mindestens drei Jahre Zeit, die Songs für “Definitely Maybe” zu schreiben, und beim zweiten Album musste dann alles sehr schnell gehen. Deshalb ist das Album nicht so gut geworden, wie es hätte werden können. Ich wünschte, wir könnten es noch einmal einspielen.

Warum so streng? Auf “Morning Glory” sind doch einige euerer besten Songs und das Album landet stets auf den oberen Rängen, wenn es um die besten Platten der Neunziger geht…
Das mag sein, aber wenn wir das heute noch einmal mit Bedacht aufnehmen würden, dann würde es tausendmal besser klingen. (Überlegt) vielleicht sollte ich das wirklich mal machen.

Warum habt ihr euch eigentlich von (Ex-Schlagzeuger) Alan White getrennt?
Alan White hatte andere Interessen außerhalb der Band, die mit dem kollidierten, was wir vorhatten. Wir baten ihn zu gehen, aber er wollte nicht. Also mussten wir deutlicher werden.

Und wie seid ihr auf Zak Starkey gekommen, den Sohn von Ex-Beatle Ringo Starr?
Ich kenne Zak bereits seit einigen Jahren. Ich habe ihn mit The Who, Johnny Marrs Band und den Lightning Seeds spielen sehen, und er war einfach der Erste, der mir in den Sinn kam. Wir dachten okay, wenn schon ein neuer Drummer, dann lasst uns den besten nehmen, den wir kriegen können. Und Zak ist nun einmal der verdammt noch mal beste Drummer Englands!
Das hat übrigens absolut gar nichts mit den Beatles zu tun. Zak ist einfach ein netter Kerl, der gut zu uns passt, das ist alles.

Es ging ja sogar das Gerücht, dass Ringo selbst bei euch einsteigen sollte…
Ja, aber der ist zu alt.

Hast du ihn denn mal getroffen?
Nein, leider noch nie, das hat sich nicht ergeben. Dabei kann ich es kaum abwarten…

Aber Zak ist kein permanentes Mitglied, oder?
Nein, ich wollte ihn erst nach der Tour fragen, vorher wäre es nicht fair gewesen. Auf einer Oasis-Tour können die verrücktesten Sachen passieren. Es kann also sein, dass er jetzt zusagt und nachher stiften geht, weil er keine Lust hat, mit einem Haufen durchgeknallter Irrer in einer Band zu spielen, wer weiß? Wir warten also erstmal ab.

Hast du bei “Dont’t Believe The Truth” vergessen, deine Gitarre einzustöpseln? Akustische Gitarren dominieren, es sind kaum echte Rocker auf der Platte.
Ja, aber sie werden zu Rockern, wenn wir sie live spielen.

Hat der hohe Anteil an akustischen Midtempo-Songs vielleicht auch damit zu tun, dass das Leben, das ihr heute führt, nicht mehr so, nun ja: elektrisch ist, wie es einmal war?
Nein, das kann man nicht sagen. Das waren einfach die besten Songs. Die einzigen echten Akustik-Nummern sind eigentlich auch “Love’s Like A Bomb” und “Guess God Thinks I’m Abel”, bei den restlichen Sachen sind immer E-Gitarren am Start – wenngleich es tatsächlich kaum verzerrte Rock-Gitarrensounds gibt.

Aber dein Leben ist doch trotzdem ruhiger geworden, oder?
Klar, man entwickelt sich ja weiter.

Du hast einmal gesagt, dass das Hauptproblem eigentlich nicht die Drogen sind, die du genommen hast, sondern die Unmenge an Alkohol, die man dabei “zwangsläufig” trinkt. Wie sieht es heute mit deinem Rock’n’Roll-Lifestyle aus?
Ich nehme keine Drogen mehr, also trinke ich auch nicht mehr soviel. Ich habe sowieso nie verstanden, was das bedeuten soll – Rock’n’Roll-Lifestyle. Das ist eine Terminologie, mit der ich nichts anfangen kann. Ich meine, es war nicht so, dass wir eine Band gegründet haben und uns dann aus Image-Gründen diesen Lifestyle angeeignet haben – wir hatten diesen Lebensstil sowieso. Typen, die so was aus Imagegründen machen, sind beschissene Idioten.

Liam scheint sich ja auch ein bisschen beruhigt zu haben – keine Skandale in letzter Zeit, dafür Ausflüge mit der Familie zur “Sponge Bob”- Premiere…
Die Skandale hebt er sich vermutlich für die Tour auf.

Wie läuft’s denn zurzeit zwischen euch beiden?
So wie immer. Ich habe ihn vor einer Stunde getroffen und da war alles klar, also würde ich sagen: Okay – für heute. Morgen kann freilich alles schon wieder ganz anders aussehen.

Wie gefallen dir denn seine neuen Songs?
Sie sind fantastisch, ich liebe sie, ehrlich – besonders “Guess God Thinks I’m Abel” und “The Meaning Of Soul”.

Er scheint beim Songwriting im Gegensatz zu dir mehr aus der Psychedelic-Ecke zu kommen, ist es nicht so?
Yeah, well … Ich glaube, Gem hilft ihm eine Menge. I’m kind of in a different place as a songwriter, you know, ich kann mich mit diesen Dingen nicht mehr abgeben. Aber zu deiner Frage: Ich finde nicht, dass man mich auf einen bestimmten Stil festlegen kann, ich habe schon mehr Stilarten beackert, als Liam das wahrscheinlich jemals tun wird. “Part Of The Queue” und “Mucky Fingers” sind meiner Ansicht nach z.B. durchaus unterschiedliche Songs.

Sicher. “The Importance Of Beeing Iddle” ist völlig anders, als alles, was du vorher geschrieben hast.
Ja, das liegt an der Melodie. Darüber habe ich mir natürlich Gedanken gemacht. Ich wollte auf keinen Fall ein zweites “Little By Little” oder “Stop Crying Your Heart” machen – auch wenn “Let There Be Love” natürlich in dieselbe Richtung geht.

Zurück zu Liams Entwicklung als Songwriter. Du hast einmal gesagt, dass er ungefähr auf deinem Stand von vor 20 Jahren sei. Wann wird er deiner Meinung nach soweit sein, solche Sachen wie “Don’t Look Back In Anger’ schreiben zu können, in zehn Jahren?
Nein, ganz so lange wird es nicht dauern. Ich denke, dass er in etwa acht Jahren auf einem Level mit mir sein wird (verzieht nicht eine Mine).

Stimmt es eigentlich, dass er für das neue Album Gesangsunterricht genommen hat?
Nein, leider nicht. Er sollte das tun, das sage ich ihm immer wieder, aber er macht’s nicht. Trotzdem finde ich seine Stimme fantastisch.

Noel, ihr habt in England so eine Art Status als Paten des Brit-Pop und werdet immer wieder von jungen Bands als Einfluss genannt. Wie verhält sich das denn umgekehrt, magst du einige dieser neuen Bands?
Auf jeden Fall. Ich mag Razorlight, The Libertines, Kasabian, The Zutons, The Coral.

Und wie sieht es mit Coldplay aus? Dein Bruder hat sich ja mehrfach abfällig über sie geäußert und scheint sie nicht besonders zu mögen…
Nun, Liam mag niemand, nicht einmal die Rolling Stones…

Aber die Beatles mag er doch?
Die schätzt er sogar etwas zu sehr, wenn du mich fragst. Nein, Ich liebe Coldplay, Chris ist ein guter Freund von mir.

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, ihr neues Album zu hören und mit den Jungs zu sprechen…
(Horcht auf) Und, was haben sie gesagt?

Johnny Buckland meinte, dass er Liam noch vor wenigen Tagen getroffen hätte und dieser privat immer sehr nett zu ihm wäre. Es sei wohl so, dass er diese abfälligen Bemerkungen über die Band gemacht habe, weil er sich so sicher sein konnte, in den Tabloids zu landen.
Ja, vielleicht ist das so. Liam is full of shit, you know? Er hat einfach keine Ahnung, was läuft. Ich dagegen habe beide Coldplay-Alben und liebe insbesondere das erste. Das zweite ist nicht ganz so gut, aber ich bin definitiv ein Fan von diesen Jungs.

Wenn du Pete Doherty von den Libertines treffen würdest, was würdest du ihm für einen Rat geben?
Ich habe ihn bereits mehrmals getroffen, he’s a nice kid. Ob ich einen Rat für ihn hätte? Lass mich überlegen. Vielleicht den, dass er sich mal häufiger seine Hände waschen sollte – er ist ein bisschen ungepflegt, für meinen Geschmack. Aber davon abgesehen ist er ein toller Junge.

Es scheint, als hättet ihr dieses Mal mehr Stones als Beatles gehört, das Eröffnungsriff aus “Lyla” ist beispielsweise eins zu eins “Street Fighting Man”.
Ich habe schon immer beide Bands gleichermaßen geliebt, und es ist es auch gar nicht möglich, sie zu trennen – für mich waren es immer The Beatles AND The Stones. Wir sind früher nur so stark mit ersteren assoziiert worden, weil wir “I’m The Walruss” gecovert haben. Deshalb haben die Leute gesagt, wir seien “die neuen Beatles”. Aber hey, I fucking love the Rolling Stones, was denkst du denn?

Und das hört man wie gesagt, besonders bei Lyla.
Das ist auch beabsichtigt.

Fühlst du dich eigentlich manchmal zu alt für Rock’n’Roll?
(Überlegt) Nein. Das wäre vielleicht so, wenn ich in einer Band wie Aerosmith spielen würde. Ich trage aber keine beschissenen Leggins und habe keine langen Haare, ich spiele nicht bei den verdammten Black Crowes, wenn du verstehst, was ich meine. Ich habe nie diesen Lebensstil gepflegt, auch nicht vor zehn Jahren. Wenn du dir dagegen Leute wie Steven Tyler anguckst – Leute, die, seit sie 25 sind, denselben Kleidungsstil haben und aussehen wie ein paar verdammte Volltrottel – dann gibt es da schon einen Unterschied zu mir, wie ich finde. Ich habe jedenfalls noch nie versucht, mich jünger zu geben, als ich bin.

Und was ist mit den Stones?
Sie sind Legenden. Und sie tragen keine beschissenen Leggins, oder?

Ich komme auf diese Dinge zu sprechen, weil du einmal gesagt hast, die perfekte Band seien die Sex Pistols gewesen – ein Album und danach war Schluss. Hättet ihr euch demnach nicht auch längst auflösen müssen?
Das mit dem einen Album macht die Sex Pistols doch zur größten Rock’n’Roll-Band aller Zeiten, findest du nicht? Was mich betrifft: So lange ich das, was ich mache, genieße – und das tue ich – und mich dabei nicht zum Idioten mache, fühle ich mich auch nicht zu alt dafür.

Lebst du eigentlich noch mit Sara McDonald zusammen?
Ja, wir sind zusammen.

Und wie läuft’s mit deiner Tochter?
FAN-TAS-TIC! Sie ist fünf Jahre alt und meine beste Freundin. Wir müssen jetzt leider aufhören, da zieht mir die ganze Zeit jemand am Ärmel. Eine Frage kannst du aber noch stellen.

Wie hast du es hingekriegt, dass “Mucky Finger” hundertprozentig so klingt wie Velvet Undergrounds “I’m Waiting For The Man”?
Because I’m very, very super clever, okay?

Text: Torsten Groß