Noema (griech. das Gedachte, Entschluss, Gesinnung, Erkenntnis- oder Denkinhalt) ist eine musikalisch-rhetorische Figur, die einen homophonen Abschnitt in einer polyphonen Komposition bezeichnet. Soweit unser Bildungsauftrag, denn Noema sind auch drei junge Musiker, deren beiden Gründungsmitglieder Peter Gierke (Gesang) und Joseph Schultz (Bass) die sich eines späten Abends im Jahre 2002 in der lokalen Trinkwirtschaft über den Weg liefen und im halbgaren Gemütszustand beschlossen, fortan zusammen zu musizieren. Und weil im Wein die sprichwörtliche Wahrheit liegt, trafen sich die beiden tatsächlich und kehrten schon kurze Zeit später an ihre damaligen Treffpunkt zurück, um erste Coverversionen vor Publikum zu präsentieren. Neu interpretiert wurden schon damals Grunge-Klassiker und damit war die Richtung klar. Fehlte also nur ein dritter Mann, und weil im Telefonbuch ihrer Heimatstadt Prerow nur zwei Schlagzeuger standen, wurde Phil per Ausschlussverfahren hinter die Felle berufen.

Seitdem servieren sie als Noema schwere Melodien und drückendenden Gitarren – keine leichte Kost für zartbesaitete Indieherzchen. Vielleicht ist ihr „Stoned Indie-Pop-Rock“ ein Resultat des rauen Ostseeklimas, auf die Inhalte der Stücke hat das keinen Einfluss und das gilt nicht nur für ihre Motivationshymne “Gib Nicht Auf”.